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Cerberus-Tagesnachrichten - Juni 2010

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01.06.2010 Bearbeiten

Vallum, die Hauptstadt von Taetrus, wurde heute erneut angegriffen, als ein männlicher Turianer mit einer Flugwagenbombe in die kinetischen Barrieren außerhalb der Sevnis raste, einem Gebäude, das derzeit als Interimshauptquartier der Regierung dient. Der Flugwagen war voller Sprengstoff und explodierte beim Aufprall auf die Barrieren, wobei der Fahrer getötet wurde. Dieser Fahrer war Alsadrus Tertius, eine ehemalige Reinigungskraft mit Verbindungen zu der radikalen Separatistengruppe Facinus. Titrinus Machaera, Wache an der Sevnis, meint, er habe großes Glück gehabt. "Er [Tertius] hatte offensichtlich keine Ahnung von den Barrieren. Denn sonst wäre er in die Tore gerast und hätte einige von uns Wachen oder auch Bürger erwischt." Kriegsminister Uvalum Septimax spielte den Vorfall nicht herunter: "Wir haben es mit einem entschlossenen Feind zu tun, und wir können uns kein Nachlassen unserer Wachsamkeit leisten."


02.06.2010 Bearbeiten

Die Separatistengruppe Facinus hat heute ein Video veröffentlicht, in dem sie die Luftoffensive der Kolonialarmee gegen Ziele in der Schwemmlandwildnis verurteilt. "Die Feiglinge der Hierarchie haben das turianische Volk betrogen, erstens durch ihre Beschwichtigungspolitik gegenüber den Menschen, zweitens durch ihre aggressive Besteuerung, die nur ihrem Streben dient, unser Reich zu schwächen, und drittens durch die Bombardierung der eigenen Leute, um ihre archaischen Institutionen am Leben zu erhalten", sagte Kihilix Tanus, offizieller Anführer der Separatisten. "Ihr General Partinax ist ein gewissenloser Mörder. Dieses Blutvergießen könnte durch ein einfaches Duell zwischen uns beiden vermieden werden, aber er versteckt sich ja lieber hinter seinen Wehrpflichtigen." Der Kommentar von General Partinax fiel eher kurz aus: "Ich verstecke mich nicht."


03.06.2010 Bearbeiten

Im Citadel-Sektor macht die Nachricht die Runde, dass der überaus angesehene General Partinax die Herausforderung zum Duell durch den Separatistenführer Kihilix Tanus angenommen hat. General Partinax hat bereits sieben Duelle überlebt, fünf bis zum ersten Blutstropfen und zwei bis zum Tod. Tanus' Bilanz ist nicht bekannt. Derzeit verhandelt der Stab des Generals über die Liste der zulässigen Waffen. Der General bevorzugt eine turianische Schwertvariante, die Mexta genannt wird, und sagt, beim Schwertkampf sei das Betrügen nicht so leicht wie beim Duell mit Schusswaffen. Tanus hingegen zieht eine Form von Pistolenduell vor, die als Barriereraumkampf bekannt ist. Trotz der ganzen Aufregung dürfte das Duell die Kriegsstrategie wohl nur minimal beeinflussen. General Partinax sagt, die Luftoffensive werde während des Duells weitergehen: "Der Preis bei dieser Sache ist das Leben eines einzigen Feindes, nicht der gesamte Kriegsverlauf." Das sei zwar nicht sehr großzügig, räumte der General ein, aber die Hierarchie hätte ihm nur unter dieser Bedingung überhaupt gestattet, sein Leben zu riskieren.


04.06.2010 Bearbeiten

Obwohl aus den größeren Ansiedlungen der Schwemmlandwildnis Berichte über Erdkampfeinsätze und Bombardierungen gemeldet werden, sind alle Augen auf General Partinax gerichtet. Die Verhandlungen sind beendet – man hat sich auf einen Barriereraumkampf zwischen dem General und Kihilix Tanus geeinigt, der übermorgen stattfinden soll. Bei diesem Duelltyp betreten die Kombattanten mit Pistolen bewaffnet einen Raum, wobei sie eine undurchsichtige, einfahrbare Wand trennt. Wenn die Wand heruntergelassen wird, beginnt das Duell. Repräsentanten beider Seiten werden das Geschehen beobachten, das zudem auf visuellen Medien aufgezeichnet wird. Nach turianischer Sitte werden diese Aufzeichnungen jedoch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Stab des Generals muss nun einen neutralen Ort finden, wo keine der Parteien einen Hinterhalt legen kann – Vertrauen ist in diesem Konflikt ein seltenes Gut.


05.06.2010 Bearbeiten

Zu dieser Stunde erreichen uns Meldungen über Verluste unter der Zivilbevölkerung auf Taetrus, als Folge eines Angriffs auf die Stadt Iratiana. Massenbeschleuniger haben Wohnblocks, Krankenhäuser, Bahnhöfe und Märkte zerstört, wobei jeder Treffer Dutzende oder sogar Hunderte Opfer forderte. Die kolonialen Streitkräfte geben sich ungerührt. "Die militärischen Einrichtungen auf dem Kontinent wurden während eines Bürgerkrieges vor einigen Jahrzehnten in bevölkerungsreichen Zentren angelegt, die leicht zu verteidigen waren", erklärt Kriegsminister Septimax. "Die Konsequenz daraus ist, dass Bombardierungen zu hohen Verlusten führen. Mein Ratschlag an die Bürger der Wildnis lautet, sich in die Bunker zu begeben und sich so weit wie möglich von militärischen Zielen fernzuhalten." General Partinax' Antwort fiel deutlicher aus. "Wir haben eine Redensart, die hoffentlich alle richtig verstehen", sagte er, "Es gibt keine turianischen Zivilisten."


06.06.2010 Bearbeiten

Das Duell des Jahrhunderts heute Abend wird sich wohl verschieben, weil führende Vertreter von Facinus sich aus Angst vor einer Falle geweigert haben, die kolonialen Streitkräfte zum vereinbarten Schauplatz des Duells zu begleiten. "Es waren keine Journalisten da, keine Zeugen, und ständig donnerten Flugzeuge über unsere Köpfe hinweg", sagte Facinus-Separatist Janus Pagasi. "In der Nähe standen Panzer und gepanzerte Einheiten. Sie wollten uns ohne Zweifel gefangen nehmen." General Partinax sagte dazu auf seiner täglichen Pressekonferenz: "Es liegt natürlich nicht in unserem Interesse, dem Feind unvorbereitet zu begegnen. Wir geben zu, dass es keine Vertrauensbasis zwischen uns gibt, müssen aber dennoch garantieren, dass der Facinus-Delegation kein unglücklicher Unfall zustößt. Auch heute waren Medien vor Ort; morgen werden sie so präsent sein, dass wir das Ganze bestimmt hinter uns bringen können."


07.06.2010 Bearbeiten

Das Duell zwischen General Partinax und dem Facinus-Separatisten Kihilix Tanus ist vorüber. Nachdem die Separatisten abgeholt und zu einem unbekannten Ort gebracht worden waren, hatten die Kombattanten kurz Zeit, ihre Waffen zu testen, bevor sie den Barriereraum betraten. Die Videoaufnahmen filmten das Ereignis aus sechs Perspektiven, darunter auch eine Hochgeschwindigkeitskamera, und es steht außer Zweifel, dass keiner der beiden eine kinetische Barriere eingesetzt hat. Tanus schoss etwa 0,2 Sekunden früher, traf aber nicht. Der General verfehlte nicht. Partinax' Schuss warf Tanus zu Boden, und der General feuerte weiter, bis seine Waffe überhitzte – zu dem Zeitpunkt war Tanus bereits tot. Tanus' innerer Kreis und seine Leibwächter mussten nach dem Duell gewaltsam zurückgehalten werden, aber es kam nicht zu weiterem Blutvergießen. Nach dem Abschalten der Kameras wurden die Separatisten – und Tanus' Leiche – unversehrt zum Abholpunkt zurückgebracht.


08.06.2010 Bearbeiten

Ein Bootleg-Video des Duells zwischen General Partinax und Kihilix Tanus wurde im Extranet über 710 Millionen Mal angeklickt. Es gibt auch bereits zahlreiche Parodien, die beliebteste davon zu der Musik von Lady Sweats "My B*tch Now". Partinax weigerte sich heute bei einer Pressekonferenz, aus Respekt vor dem Toten Fragen über das Duell zu beantworten, und sagte nur, er sei enttäuscht, aber keineswegs überrascht, dass Taunus' Tod über Tightbeamer ausgestrahlt werde. Trotz des sozialen Tabus der Turianer, Kriegstote zu zeigen, sehen sie sich so etwas insgeheim wohl doch recht gern an: Nur die Menschen haben das Duell öfter heruntergeladen als die Turianer.


09.06.2010 Bearbeiten

Die Schwemmland-Streitkräfte auf Taetrus haben ein Video veröffentlicht, von dem sie behaupten, dass es den tatsächlichen Verlauf des Duells zwischen General Partinax und Kihilix Tanus zeige. In dem Video trifft Kihilix' erster Schuss eine kinetische Barriere, die Partinax umgibt, was eine klare Verletzung der Regeln darstellt. Die kolonialen Streitkräfte brachten schon kurz darauf Beweise für die digitale Manipulation des Videos vor und luden ein anderes Video hoch, das das Loch in der Wand zeigt, das Tanus' Fehlschuss geschlagen hat. Darauf angesprochen, antwortete Partinax: "Propaganda als Teil ihrer Kriegsbemühungen war zu erwarten. Ich versichere ihnen, es ist kein gutes Gefühl, dabei einer der Hauptdarsteller zu sein, aber angesichts der Umstände könnte es auch noch viel schlimmer sein."


10.06.2010 Bearbeiten

Nach tagelangen Bombardierungen rund um die Uhr hat die Bodenoffensive in der Schwemmlandwildnis von Taetrus begonnen. Wegen des sumpfigen Terrains sind die kolonialen Streitkräfte in hohem Maße auf das Infanterie-Kampffahrzeug Jiris angewiesen, ein Luftkissenfahrzeug, das in Sümpfen problemlos manövrierfähig ist. Zur Stunde wird an den Ufern des Talae-Flusses heftig gekämpft. Die Separatisten haben sich im Unterholz verschanzt und beschießen sowohl die Bodentruppen als auch deren Luftunterstützung mit panzerbrechenden Raketen. Eine Gruppe Biotiker leistete kurzzeitig erbitterten Widerstand, wurde dann aber rasch von Fahrzeugen über die Flanke mit Antipersonengranaten ausgelöscht. Auf die Frage, ob er damit rechne, dass die Bodenoffensive weniger Kollateralschäden verursachen würde als die Luftangriffe, hatte General Partinax eine einfache Antwort: "Nein."


11.06.2010 Bearbeiten

Die kolonialen Streitkräfte auf Taetrus sind heute in die Kritik geraten, weil sie es zuließen, dass ein Journalist in ihrer Obhut starb. Grant Keyes, ein Mensch, der für die Future Content Corporation arbeitete, wurde von den kolonialen Streitkräften festgenommen, als er in der Stadt Iratiana Kriegstote filmte. Lahere Dianix, Commander des Zerstörers, auf dem Keyes festgehalten wurde, erklärte, dass sie auf die Inhaftierung von Menschen nicht vorbereitet seien. "Wir hatten nichts mit linksdrehenden Aminosäuren an Bord", sagt er. "Er verweigerte sogar Wasser und ist dann an Dehydrierung gestorben." Allerdings werfen Teile dieser Geschichte durchaus Fragen auf: Ein Tod durch Dehydrierung dauert eine Woche oder länger, und jeder Arzt hätte Keyes bei einer Untersuchung Salzlösung spritzen können, ohne eine Vergiftung des Gefangenen befürchten zu müssen.


12.06.2010 Bearbeiten

Die Bodenoffensive auf Taetrus geht mit gnadenlosem Tempo voran, während beide Seiten auf einen strategischen Vorteil hoffen. Die Schwemmland-Streitkräfte haben feste, zweieinhalb Meter dicke Stellungen außerhalb der Städte der Region. Die gepanzerten Einheiten der kolonialen Streitkräfte umgehen diese Anlagen, indem sie durch das Marschland vordringen und den Schwemmland-Soldaten den Nachschub abschneiden, in der Hoffnung, sie dadurch auszuhungern. Die Jiri-Kampffahrzeuge der Kolonisten haben auf offenem Gelände einen entscheidenden Reichweitenvorteil, denn ihre Raketen können ein 20 Kilometer entferntes Ziel treffen, bevor der Feind sie auch nur sieht. Die Separatisten wissen das und verstecken sich deshalb im Dschungel und den Straßen der Städte, um den Feind näher zu sich zu locken. Ein Panzerkommandant der Separatisten sagte dazu: "Sie werden kein leichtes Spiel haben. Wir sind hier nicht auf Garvug."


13.06.2010 Bearbeiten

Neue Fragen über den Tod des Journalisten Grant Keyes sind aufgetaucht. Die kolonialen Streitkräfte der Turianer auf Taetrus behaupten nun, Keyes sei acht Tage lang festgehalten worden und habe während der gesamten Zeit Wasser verweigert. Keys' Produzent bei der Future Content Corporation weist diese Darstellung zurück und sagt, er habe noch vor vier Tagen mit Keyes in Kontakt gestanden. Keyes' Kamerafrau Letha Maragos wird ebenfalls vermisst. Der Flugwagen der beiden wurde verlassen auf einer Straße in Iratiana gefunden, mit Schäden, die vermuten lassen, dass das Fahrzeug zur Landung gezwungen wurde. Commander Lahere Dianix sagte eine gründliche Untersuchung zu und erklärte: "Die Handlungsweise meiner Untergebenen ist meine Verantwortung. Wenn etwas nicht mit rechten Dingen zuging, dann weder ich das aufdecken."


14.06.2010 Bearbeiten

Die kolonialen Streitkräfte auf Taetrus haben die Stadt Spaedar umstellt und sind auf heftigen Widerstand durch gepanzerte Einheiten und Artillerie gestoßen, als sie den Raumhafen von Spaedar einnehmen wollten – der Kampf erhielt schnell den Spitznamen "Seeschlacht", weil aufgrund der Regenzeit in kürzester Zeit über 250 mm Regen auf die Stadt herunterprasselten. Die Enge der Straßen von Spaedar verhinderte, dass die kolonialen Streitkräfte ihren technologischen Vorteil voll ausspielen konnten. Panzer, Drohnen und andere Kampffahrzeuge jagten sich durch die überfluteten Straßen, und in Gebäuden versteckte Spotter leiteten Artillerieangriffe auf die Reserve der Kolonisten. Die kolonialen Streitkräfte konterten mit Marschflugkörpern von Schiffen vor der Küste. Die Präzisionsmunition brachte die Artillerie der Separatisten zum Schweigen und überzog weite Teile der Stadt mit schwarzem Rauch. Man rechnet damit, dass die Schlacht noch die ganze Nacht andauert, da die kolonialen Streitkräfte jetzt versuchen, ihren Vorteil zu forcieren.


15.06.2010 Bearbeiten

Heute Abend tritt der Krieg auf Taetrus in eine neue Phase ein: Widerstand der Bürger. Militärdienst ist bei den Turianern Voraussetzung, um Bürger zu werden. Daher müssen einmarschierende Truppen damit rechnen, dass die meisten Turianer sich zur Wehr setzen. Eine normale turianische Familie bewahrt bei sich zu Hause militärische Handfeuerwaffen auf, und die Bürger lernen bei der Sprengausbildung die Herstellung von hausgemachten Brandbomben, die Panzern die Sicht nehmen oder ihre Besatzung zum Verlassen des Fahrzeugs zwingen können. General Partinax hat heute bekannt gegeben, mit welcher Strategie die kolonialen Streitkräfte Bürgermilizen eindämmen möchten: Erstens werden sie in den Städten "sichere Lager" einrichten, eine uralte turianische Taktik, um zur Kapitulation anzuregen; zweitens werden die Invasoren von Haus zu Haus gehen und praktisch jeden erschießen, der so etwas wie Kampfeswillen zeigt. "So wird es gemacht", sagte Partinax bei der Pressekonferenz. "Und davon wird auch nicht abgewichen."


16.06.2010 Bearbeiten

Die kolonialen Streitkräfte auf Taetrus haben heute nach mehrtägigen Kämpfen die Eroberung der Stadt Spaedar verkündet. Kapitulierende Bürger strömen in die sicheren Lager, Zentren zur Unterbringung, die beim ursprünglichen Bau der Stadt für genau diesen Zweck errichtet wurden. Dort wurden bereits Hütten und Toiletten aufgestellt sowie Antibiotika, Lebensmittel und medizinisches Personal hingebracht. Zwischenzeitlich kam es zu Schusswechseln auf den Straßen, als Scharfschützen der Bürgermiliz versuchten, die Tötungen in den Häusern zu verhindern, die derzeit von den Hastatim durchgeführt werden, Soldaten, deren Bezeichnung übersetzt etwa "Hinrichtungskommando" bedeutet. Die Armee hat noch keine Schätzungen über die Opferzahlen bekannt gegeben, aber Extranet-Sites aus dem Untergrund sprechen von 1.000 bis 3.000 Todesopfern am heutigen Tag, und das nur in Spaedar. Selbst Sympathisanten von Facinus tun sich schwer damit, den Widerstand als erfolgreich zu bezeichnen, aber sie behaupten, die kolonialen Streitkräfte hätten auch Verluste zwischen 200 und 500 Mann erlitten.


17.06.2010 Bearbeiten

Commander Lahere Dianix hat heute eine Pressekonferenz zum Tod des Menschen-Journalisten Grant Keyes auf Taetrus gegeben. Er stellt das Geschehen jetzt so dar: Vier Soldaten der 10. mechanischen Infanterie haben den Wagen des Journalisten zum Anhalten gezwungen, ihn verhört und dann versucht, ihn zu verhaften. Beim folgenden Streit versuchte einer der Turianer, die Kamerafrau Letha Maragos festzuhalten, und durchtrennte dabei irrtümlich mit seiner Klaue ihre Halsschlagader. Keyes wurde gewalttätig und durch einen Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt – beide Menschen wurden daraufhin in eine Zelle gebracht, wo erst Maragos und später auch Keyes zu Tode kam. Die Turianer verfügten nicht über einen Vorrat an Menschenblut oder einen Ersatzstoff und konnten darum keine Transfusion durchführen. Auf die Frage, ob Anklage gegen die Patrouille erhoben werde, antwortete Dianix: "Turianer sind nicht so prozesssüchtig wie Menschen. Die Angelegenheit wird in Kürze abgeschlossen sein."


18.06.2010 Bearbeiten

Neue Entwicklungen im Fall des Todes des Menschen-Journalisten Grant Keyes haben die Unterschiede zwischen der turianischen Kultur und der der Menschen erneut verdeutlicht. Sergeant Sanus Iheras – der Kommandant der vier Soldaten, die den Journalisten und seine Kamerafrau zum Anhalten gezwungen hatten, und damit der Hauptverantwortliche für ihren Tod – hat anscheinend Selbstmord begangen. Er wurde heute Morgen mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf aufgefunden, die er sich offenbar selbst zugefügt hatte. Derartige Selbstmorde sind in der turianischen Kultur nach großen Verfehlungen keine Seltenheit und sollen Familie oder Einheit von Schande und Versagen reinwaschen. Sie führen außerdem häufig dazu, dass Prozesse oder Ermittlungen gegen den Verstorbenen und seine Taten eingestellt werden. Auf die Frage, ob der Fall für sie damit abgeschlossen sei, antwortete Keyes' Witwe Lara: "Überhaupt nicht. Ich habe nie gewollt, dass wegen dieser Sache noch jemand verletzt wird. Das ist alles so sinnlos."


19.06.2010 Bearbeiten

Eine Vergiftungsepidemie auf Taetrus wirft eine Frage an die koloniale Besatzungsmacht auf: Sind die sogenannten "sicheren Lager" für Bürger, die sich ergeben wollen, wirklich so sicher? Versteckte Kameras in dem Lager im Dedaris-Stadion zeigen starke Spannungen zwischen den Bewohnern, Diebstähle, Drogenmissbrauch und sexuelle Übergriffe. Colonel Partainis, der kommandierende Offizier des Lagers, nahm die Fragen der Medien durchaus ernst: "Wir vermuten, dass der Giftvorfall ein Rachemord ohne Rücksicht auf weitere Opfer war. Wir haben eine neue Lebensmittellieferung – aus einer Louza [Geflügel]-Schlachterei konfisziert – nur um sicherzugehen. Was individuelle Verbrechen angeht, so wollen wir keinen Schuldigen von etwas freisprechen. Wir sorgen dafür, dass alles sicherer ist, als das normalerweise auf einem Kriegsschauplatz der Fall wäre. Das ist alles." Ein Bewohner, der anonym bleiben möchte, sagt, dass er diese Unterbringung vorzieht: "Es gibt zwar nur dreimal am Tag eine Wassersuppe, aber mir geht es gesundheitlich so schlecht ... ich würde draußen keine Stunde überleben. Das macht mich doch nicht zum Verräter."


20.06.2010 Bearbeiten

General Partinax hat sich bei seiner heutigen Pressekonferenz auf Taetrus extra Zeit genommen, um über etwas zu sprechen, was die Kolonialisten in Bezug auf die Rolle der Hierarchie auf dem Planeten ein "Missverständnis" nennen. "Es gehen beständig Gerüchte um, dass wir die Unternehmen und Geschäfte der Toten zur Bezahlung des Krieges benutzen", erläuterte er. "Das ist schlichtweg falsch. Wir wollen, dass die Bevölkerung in die sicheren Lager kommt, den Krieg überlebt, danach ihren Geschäften nachgeht und Steuern zahlt. Tot sind nur diejenigen, die bewaffneten Widerstand geleistet haben." Auf die Frage, ob er von den Iridium-Vorkommen in der Schwemmlandwildnis wisse, antwortete er: "Jede Kolonie hat natürliche Ressourcen, aber die Wirtschaft ist nur ein Teil des Krieges, niemals alleiniger Auslöser. Wir sind hier, weil wir angegriffen wurden. Ende der Nachricht."


21.06.2010 Bearbeiten

Die Einspielergebnisse des Wochenendes sind im Vergleich zum Vorjahr um 17 % eingebrochen – Insider geben der Konkurrenz durch die ständige Berichterstattung über den Krieg auf Taetrus die Schuld daran. Trotzdem hat der Grieche-gegen-Gott-Actionfilm "Diomedes" 1,52 Milliarden Credits aufgespießt und sich damit nach 1,61 am letzten Wochenende durchaus wacker gehalten. Der Neustart "Nenn mich Sally" holte 1,33 Milliarden und bewies damit, dass man mit einer Undercover-Spectre-Asari mit Menschenschminke immer noch eine gute Komödie über den Zusammenprall der Kulturen drehen kann. Das historische Drama "Farixen" eroberte mit 928 Millionen Platz 3, ein beachtenswerter Gewinn für eine Sim mit derart niedrigem Budget. Und auf Rang vier ist der direkt mit dem Publikum kommunizierende Kunstfilm "Rodin gegen Metagodzilla" mit 751 Millionen gelandet. "Milch-Scheich" und "Es muss echt aussehen" überlebten mit 748 bzw. 655 Millionen auch die vierte Woche. (Alle Zahlen wurden unabhängig von entertainmentfact.com bestätigt)


22.06.2010 Bearbeiten

Heute Abend: Geht die Strategie der Kolonialisten auf Taetrus auf? Das Töten von Zivilisten führt bei Kriegen auf der Erde meist nur dazu, dass der Widerstand des Volkes sich verschärft, aber bei Kriegen auf der Erde ist die Kluft zwischen Gefangenschaft in Sicherheit und Tod auch selten so groß wie in diesem Fall. "Dieses duale Konzept ist eine Notwendigkeit", erläutert Lieutenant Colonel Satorim von der 3. Infanterie. "Ohne die Lager würde sich überhaupt niemand ergeben. Ohne die Hastatim würde das alles Jahre dauern, und selbst dann würden wir immer noch beschossen." Einige kapitulierende Bürger arbeiten sogar mit den Eroberern zusammen. "Unsere wichtigsten Informationen erhalten wir von Sympathisanten", sagt Satorim. "Nach der Vallum-Explosion haben sie erkannt, was die Separatisten wollen, und halten es für verabscheuungswürdig. Sie betrachten sich selbst als Patrioten."


23.06.2010 Bearbeiten

Ein verstörender Fund auf Taetrus hat diese Woche die kolonialen Truppen an die Konsequenzen einer Niederlage erinnert. Armee-Einheiten nahmen ein Haus in der Schwemmlandstadt Madra ein und fanden dabei in einem Hobbykeller zwei improvisierte ÜLG-Plotter, die bereits fast vollständig zu Waffen umgebaut worden waren. Der Keller gehörte Ulrixen Ravidus, der schon vorher verdächtigt wurde, Facinus zu unterstützen. Die Behörden sagen, Ravidus verfüge nur über "minimale Kenntnisse der Astrophysik", und glauben, dass er Vamire Squaron bei sich aufgenommen hat, den Piloten, der angeblich das Hochgeschwindigkeitsgefährt gesteuert hat, das für die Vallum-Explosion verantwortlich war. Weitere Beweise in Ravidus' Wohnung deuten darauf hin, dass Facinus in der Frühphase der Schwemmlandinvasion versucht hat, ein Schiff gegen militärische Ziele als Waffe einzusetzen, das aber von kolonialen Streitkräften abgeschossen wurde, als sie langsam die Luft- und Raumhoheit errangen.


24.06.2010 Bearbeiten

Umsung Holdings (UMH) hat heute bekannt gegeben, dass der Kauf von Sonax Industries als freundliche Übernahme nun abgeschlossen sei. Umsung übernimmt etwa 119 Milliarden Schulden und Eigenkapitalfinanzierung, um das Unternehmen zu erstehen und weiterhin zu betreiben. Es wird mit einem deutlichen Preisanstieg der Sonax-Aktien gerechnet, die nach eklatanten Fehlentscheidungen während des Krieges auf Garvug ins Bodenlose gefallen waren. Auf die Frage, ob das neue Management auch eine Richtungsänderung auf besagtem Planeten herbeiführen würde, antwortete Präsident Iseul Rhee: "Wir haben mit Admiral Speight gesprochen und sehen großes Potenzial auf Garvug. Die Infrastruktur der besetzten Gebiete ist intakt und beginnt bereits Profit abzuwerfen. Daher wäre ein Rückzug nicht richtig. Wir müssen uns stattdessen voll dafür einsetzen, auf dem Planeten eine permanente Friedenszone einzurichten."


25.06.2010 Bearbeiten

Es war ein Abend voller Stars in New York City, als das lang erwartete Weltraum-Epos "Nekyia-Korridor" im Royal SimulCinema 189 im East Village seine Premiere feierte. Light & Shadow Pictures hatte keine Kosten gescheut: Der rote Teppich führte die Haute Couture eine Brücke von Kohlenstoff-Nanoschläuchen entlang, über eine gruselige Grube voller holografischer Geister. Man sah A-Stars an jeder Ecke, von Ace Skidmore bis Symon Eldfell. Selbst Lisa Ford schaute vorbei – im Distrikt der Regierungssprecherin lagen 11 der Studios, die für den Film benutzt wurden. Hauptdarstellerin Kate First kam mit ihrer Lebenspartnerin Elyina Renezia. Blitzableiter-Held Nathan Gold war nur für eine Videoschaltung zugegen, weil er sich wegen der parallel stattfindenden Usaru-Premiere auf Thessia aufhielt. Regisseur Morgan Bierster sagte: "Wir sind aufgeregt und erschöpft. Die Sim hat in der Schwarzkopiererszene glänzende Vorabkritiken bekommen, und es ist großartig, jetzt hier zu stehen und der Glitzerwelt Tribut zu zollen. Und in vier Stunden wissen wir auch endlich, ob ich mir die Pulsadern aufschneiden muss oder nicht."


26.06.2010 Bearbeiten

Turianische Soldaten der Hastatim, die den zivilen Widerstand auf Taetrus niederschlagen sollten, beharren nachdrücklich darauf, dass die Hastatim keine Todesschwadron sind. "Unsere Aufgabe besteht darin, Leute in die sicheren Lager zu bringen", argumentiert ein Sergeant, der anonym bleiben möchte. "Die Entscheidung zum Kampf wird nicht von uns getroffen – sondern von denen." Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Mitglieder der Hastatim in Fremdsprachen ausgebildet, unterstützen Dolmetscher und transportieren in Militärrettungswagen all jene, die nicht mehr selber gehen können. Dass sie trotzdem ein Image-Problem haben, geben diese Soldaten jederzeit freimütig zu. "Die Bestattungseinheiten sind ein unangenehmer Anblick, und der Krematoriumsgeruch tut ein Übriges", so ein Corporal, der ebenfalls anonym bleiben möchte. "Aber das ist nur ein Aspekt. Diese Leute sind gewarnt worden. Jetzt sind nur noch Schießwütige und Plünderer übrig."


27.06.2010 Bearbeiten

Ein Angriff auf ein sicheres Lager auf dem Planeten Taetrus hat zur Überraschung vieler Beobachter der Menschen die Sympathien für die kolonialen Besatzungstruppen verstärkt. Vier Schützen in kolonialen Uniformen, wahrscheinlich Separatisten, hatten versucht, sich Zugang zum Lager zu verschaffen, doch dann hatten ihre Identikarten eine Fehlfunktion, und es kam zu einem Feuergefecht mit acht Toten und elf Verletzten. "Derartige Vorfälle sind in der turianischen Geschichte nichts Neues", erklärte General Partinax auf seiner täglichen Pressekonferenz. "Das Ziel dieser Leute war ein Blutvergießen in den sicheren Lagern, das sie dann als Kriegsverbrechen verurteilt hätten. Sie wollen, dass die Lager als unsicher gelten, um uns zu demütigen. Aber die Volksmeinung geht oft andere Wege, insbesondere dann, wenn die Wahrheit herauskommt. Die Lager sind Orte der Gnade, und die Öffentlichkeit reagiert sehr kritisch auf alles, was diese Tradition bedroht."


28.06.2010 Bearbeiten

Auf Taetrus kam es heute zu Aufläufen von Flashmobs, die gegen die Verlängerung des Krieges protestierten. Viele dieser Aktionen fanden in den sicheren Lagern statt, wo Nichtkombattanten versuchten, die Kämpfer der Bürgermiliz zum Aufgeben zu bewegen. "Die Soldaten hier sind keine gesichtslosen Heckenschützen", sagte Teheris Gaudium, Organisator des Protests in Spaedar. "Sie sind unsere Ehemänner und Brüder, unsere Frauen und Mütter. Wir marschieren heute, um zu zeigen, dass eine Loslösung von der Hierarchie auch eine Loslösung von uns bedeutet." Organisatorin Hanae Daphnon war sogar noch direkter. "Durch den Widerstand haben zahllose Leute ihr Leben verloren. Je früher alle kapitulieren, desto früher können wir alle wieder nach Hause."


29.06.2010 Bearbeiten

Die Kontroverse über die Entscheidung, den Krieg auf Taetrus fortzusetzen, ist heute Abend in vollem Gange. Eine Analyse durch einen Reporter von Second Star Broadcasting hat ergeben, dass die koloniale Armee 21 der 24 führenden Köpfe von Facinus getötet oder gefangen genommen hat. Die Schätzungen über die Opferzahlen in der gesamten Schwemmlandwildnis reichen von 15.000 bis 18.000 Uniformierten und 45.000 bis 80.000 aufständischen Bürgern. Die Verluste bei Nicht-Bürgern, zu denen Kinder, geistig Behinderte und Wehrdienstbefreite zählen, werden auf 7.000 bis 8.000 beziffert. Diese Zahlen legen nahe, dass der Krieg schon weit fortgeschritten ist, aber dennoch weist General Partinax darauf hin, dass einige größere Operationen mitnichten abgeschlossen sind. "Wir schätzen, dass 60-70 % der Bevölkerung es in die sicheren Lager geschafft hat", erläuterte er. "Das ist eine beträchtliche Zahl, aber wir wissen nicht, wie viele aufständische Bürger sich weiterhin widersetzen werden. Sie sind für jede weitere Verlängerung des Krieges verantwortlich."


30.06.2010 Bearbeiten

Schwemmland-Separatisten haben heute eine Anlage angegriffen, in der Waffen eingeschmolzen werden. Sie zündeten am Eingangstor der Stahlfabrik, in der die konfiszierten Waffen gelagert werden, eine Autobombe. Truppen der Bürgermiliz stürmten die Fabrik, um Handfeuerwaffen und Raketenwerfer zu stehlen, stießen aber auf heftigen Widerstand durch einen Infanteriezug, der in der Anlage stationiert war. Nach halbstündigem Scharmützel wurden die Separatisten zurückgedrängt und mussten in die Stadt fliehen. Ihre Toten und Verwundeten ließen sie zurück. Der Sieg wurde von den Besatzungsstreitkräften medienwirksam publik gemacht. Mehr als 140.000 Waffen wurden bisher von kapitulierenden Bürgern und Militäreinheiten eingesammelt.

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