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Fanon:Die geheimen Völker - Kapitel 5

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Die geheimen Völker (V)



Da stand Commander Lionclaw also, im Briefing-Raum der SSV Chicago, des Flaggschiffes der 5. Flotte. Admiral Hackett kam nur wenig später rein.
„Was können Sie mir bis jetzt erzählen?“, fragte er gleich.
Lionclaw war etwas überrascht, hatte sie doch zuerst eher an ein tadelndes Gespräch gedacht, da sie sehr wahrscheinlich einer fremden Flotte den Weg in den Exodus-Cluster gezeigt hatte.
„Erzählen… Nun ja… Ich muss leider zugeben, dass bis jetzt noch nicht viel dabei rausgekommen ist. Wir sind bis jetzt noch keinem Schiff zweimal begegnet. Zum Beispiel war dieses Schiff gerade fast völlig anders designt als die letzten beiden.“, antwortete sie ausweichend.
„Und was ist mit Ihrer Vermutung? Sie haben vor knapp zwei Tagen ein System angeflogen, welches scheinbar auch das erklärte Ziel eines dieser Schiffe gewesen war. Sie fanden dort eine besondere Statue, laut der Asari Enriya Thanoptis auch ‚Zent‘ genannt. Was hat dieser Zent mit Ihnen angestellt? Und wieso suchte dieses eine Schiff, beziehungsweise alle Schiffe, danach?“, fragte Hackett weiter.
„Ich… kann das nicht beschreiben… Es war wie eine Art Vision. Die letzten Augenblicke einer Stadt, die einst dort stand. Ich…“ Lionclaw stockte.
„Nur weiter. Lt. Commander Galaxia hat mir erzählt wie es aussah. Also nur weiter.“, ermutigte Hackett.
„Da waren so Maschinen. Riesig groß. Sie erinnerte mich irgendwie an… Kalmare. Ja, da passt die Form am besten. Jedenfalls sind sie gelandet und haben die Stadt zerstören wollen. Doch das Artefakt, welches mir das alles gezeigt hatte, reagierte auf diese Maschinen und kam ihnen zuvor.“
„Hm… Interessant. Könnte es noch mehr von diesen Zents geben, die vielleicht mehr davon zeigen?“, fragte er.
„Wenn die unbekannten Schiffe tatsächlich danach Ausschau halten, dann sehr wahrscheinlich. Aber Moment, Sie glauben mir?“
„Commander, ich habe die Entdeckung des Masseneffekts und die erste Expansionswelle der Menschheit miterlebt, sowie im Erstkontakt-Krieg gedient. Außerdem wäre es die einzige Erklärung für das seltsame und vermehrte Auftauchen dieser Schiffe. Haben Sie mir sonst noch etwas zu berichten?“
Lionclaw wollte schon verneinen, doch dann holte sie sowohl ihre Holos, wie auch die von Silver raus.
„Das sind Holos von den letzten beiden Schiffen, denen wir besonders nahe gekommen sind. Bei einen konnte ich nur das Zeichen der Wing Technologies identifizieren, das andere besitzt kein mir bekanntes Logo. Das einzige, was sie gemeinsam haben, ist das hier.“ Sie zeigte jeweils die Galaxie mit den sechs Flügeln. „Als ich es zuerst gesehen habe, dachte ich, dass es sich dabei um einen Flottenverbund, ähnlich der Allianz, handeln würde; doch da es auch auf den Schiff der Wing Technologies war, muss es etwas anderes bedeuten. Vielleicht eine Zulassungsstelle oder das Zeichen einer Regierung.“
Der Admiral blickte nachdenklich auf die Bilder.
„Wenn es zu einer Regierung gehört, der Galaxie und den seltsamen roten Sternen nach sogar einer großen, hatte diese einen guten Grund sich vor den Citadel-Spezies zu verstecken. Doch warum sondieren sie dann ausgerechnet jetzt so intensiv diese Gebiete? Nur wegen den Zents?“
„Ich kann leider auch nur vermuten Sir.“, antwortete Lionclaw.
„Haben Sie schon mal die roten Sterne über Ihre Galaxie-Karte gelegt? Könnten dort Heimat- oder Koloniesysteme liegen?“
„Tut mir leid. Das habe ich leider noch nicht nachgeprüft. Ich hielt es, wie die Flügel, für Deko.“
„Dann sollten Sie das mal machen. Zu den Flügeln, haben Sie da etwas rausgefunden?“
„Nein Sir. Obwohl… Im selben Tempel, wo sich auch der Zent befand, war eine riesige Statue eines sechsfach geflügelten Vogels. Vielleicht handelt es sich dabei um ein und denselben Hintergrund. Vielleicht der alte Kult einer alten Rasse? Ähnlich wie bei den Protheanern, die viele Kulturen prägten.“
„Hm… Das könnte sein. Versuchen Sie durch die Sichtungen der anderen Schiffe weitere Zents zu finden, vielleicht hilft uns das schon. Was wäre Ihre Einschätzung zu diesem ganzen Thema?“
Lionclaw wunderte sich kurz und antwortete dann:
„Meine Einschätzung? Ich befinde mich dafür zwar eigentlich nicht in der richtigen Position, aber wenn Sie es wirklich wissen wollen: Falls dort wirklich eine zweite galaktische Gemeinschaft wäre, würde ich alles unternehmen, um es nicht so eskalieren zu lassen wie während des Erstkontakt-Krieges. Außerdem mach ich mir wegen dieser gigantischen Maschinen sorgen. Diese Vision hatte, für mich, irgendwie eher eine Warnfunktion. Im Sinne von: Achtung, da kommt was auf euch zu! Schützt euch!“
„Verstehe. Ok, das wäre alles für den Moment.“, meinte Hackett.
„Warten Sie kurz. Ich hab noch eine Frage. Ihre gesamte Flotte hat gerade ein unbekanntes Schiff gesehen. Wie verhindern Sie, dass irgendjemand diese Sichtung in der Allianz und in der galaktischen Presse bekannt macht?“, fragte Lionclaw, als sie bereits aus den Briefing-Raum treten wollte.
„Lassen Sie das meine Sorge sein. Ich habe Mittel und Wege. Übrigens würde ich an Ihrer Stelle im Hades Gamma weiter machen.“, antwortete der Admiral und blickte nochmal auf das Galaxie-Zeichen.
„Ich… Verstehe Sir.“, sie salutierte und ging.


Kaum war sie wieder auf der Blackbird, setzte sie den neuen Kurs auf das Hades Gamma-Cluster. Während sie so vor der Galaxie-Karte stand, bemerkte sie irgendwann, dass sie von fast sämtlichen Offizieren im KIZ angeschaut wurde.
„Haben Sie ein Problem?“, fragte sie deswegen etwas verwundert.
Während einige sofort wieder auf ihre Datenpads oder die Konsolen blickten, wurden andere kurz starr, ehe sie sich wieder ihrer Arbeit widmeten. Lionclaw hatte nun aber ihre Aufmerksamkeit auf ihren Navigator gerichtet und ging schnell zu ihm.
„Sagen Sie Seriva, ist es möglich die Darstellung in der Galaxie-Karte etwas zu manipulieren? Zum Beispiel, wenn man ein Bild drüber legt, um so Koordinaten zu finden?“, fragte sie leise.
Seriva überlegte kurz und antwortete dann, ebenfalls leise:
„Es wäre theoretisch möglich. Die Galaxie-Karte, wie Sie sie kennen, ist ein Echtzeitbild, welches durch die verschiedenen Daten der unzähligen Sonden und Satelliten erstellt wird. Wenn Sie mithilfe eines anderen Bildes bestimmte Koordinaten festlegen wollen, können Sie natürlich ein weiteres Hologramm über die Karte legen. Ich persönlich würde das aber nicht direkt im KIZ machen. Sie haben die Stimmung ja bemerkt. Ich glaube wegen dem Gespräch mit Admiral Hackett würden viele Offiziere Ihnen nur zu gern auf die Finger schauen.“ Er blickte sich kurz um.
„Über die Konsole in Ihrer Kajüte haben Sie Zugriff auf die Daten, die für die Erstellung der Karte verwendet werden. Damit können Sie eine kleinere Karte emulieren. So können Sie ungestört alles erledigen. Nur zum direkten Steuern müssten Sie hier hoch kommen.“
„Danke, Seriva.“, entgegnete Lionclaw und ging runter zu den Mannschaftsräumen.

In der Zeit die die Blackbird brauchte um von Massenportal zur letzten Sichtung eines Schiffes zu fliegen, knapp zwei Stunden, arbeitete Lionclaw mit einer kleinen Galaxie-Karte an ihrem Terminal in ihrer Kajüte. Dabei fiel ihr etwas auf:
Einer der roten Sterne war im Alta'ir-System. Fünf Parsec vom Sol- und fünf Parsec vom Arkturus-System entfernt. Also genau in der Mitte. Aber zum Cluster von Alta'ir gab es kein Massenportal, dieses System war schlichtweg unerreichbar, obwohl es genau zwischen der Heimatwelt der Menschen und dem Hauptquartier der Allianz lag. Das hieße, egal ob da nun die Heimatwelt einer Spezies oder nur eine Koloniewelt lag, es wäre der beste Ausgangspunkt für eine Invasion auf die Menschheit.
Auch die anderen Sternsysteme lagen in Clustern, einige sogar im eigentlichen Deep Space, die nicht durch das Massenportal-Netzwerk erreichbar waren.
„Sie können überall hin; Sind wahrscheinlich an nichts gebunden. Wie die Raumschiffe aus den alten Büchern des 20. Jahrhunderts.“, erkannte Lionclaw verblüfft, ja fast schon erschrocken.
„Aber wieso sind es dann nur so wenige Sterne? Handelt sich tatsächlich nur um eine Rasse oder…“
Weiter wollte sie nicht denken. Der Umkehrschluss hätte nämlich bedeutet, dass es entweder zu viele für den limitierten Platz gab oder die Sterne die Heimatwelten der stärksten Spezies markierten. Besonders letzteres wäre wegen der Position des Alta'ir-Systems sehr ungünstig.
Noch ehe sie weiter denken konnte, machte das Schiff eine Vollbremsung. Da in diesem Moment kurz auch noch die künstliche Schwerkraft versagte, flogen die Gegenstände meterweit durch ihre Kajüte, sie inbegriffen. Als der Masseneffektgenerator wieder anfuhr und die Schwerkraft wiederherstellte, flog alles mit mehr oder weniger Geschwindigkeit auf den Boden.
„Ok, wer von euch beiden war das?!“, fragte Lionclaw zornig über Interkom.
Als nach einer Weile keine Antwort kam, ging sie hoch. Gerade als sie Gold die Leviten lesen wollte, sah sie aus dem Fenster.
Ein gigantisches Schiff, noch größer als die letzten, war links neben ihnen; dasselbe auf der rechten Seite und laut den Sensoren komplett um die Blackbird herum. Sie waren umzingelt von einer gegnerischen Flotte. Die Schiffe waren aber so groß, das sie einfach nie etwas anderes als die Breitseite sehen konnte. Lionclaw machte von den beiden Zeichen, die diesmal ungewöhnlich weit oben saßen, ein Holo; ging aber nicht näher auf ihr Aussehen ein, da sie in dem Moment bemerkte, dass alle anderen in einer Art Stase waren und sich nicht rührten.
Das linke Schiff dockte an und jemand kam über die Luftschleuse rein. Ohne, dass der Schiffscomputer gemotzt hätte, öffneten sich die Schleusentüren. Doch was da rein kam, war mehr eine Art Lichtblitz, der Lionclaw blendete. Sie konnte gerade noch die Zeichen auf der Schiffshülle, die Galaxie und eine Art nordischer Weltenbaum, sehen, dann wurde sie geblendet und daraufhin in tiefe Dunkelheit geworfen. Die Scheme vom letzten Mal flog ihr hinterher und zeigte ihr mit ihren leuchtenden Augen den Weg.

„Commander Lionclaw?! Commander Lionclaw! Verdammt, was ist passiert? Wie kommt sie so plötzlich hier her?“, fragte jemand und schien sie wecken zu wollen.
„Keine Ahnung, niemand hat sie kommen sehen. Ich drehte mich um und plötzlich lag sie dort.“, antwortete ein anderer, Gold.
„Ich glaube sie kommt zu sich…“, bemerkte noch jemand, Silver.
Lionclaw öffnete die Augen und setzte sich auf, wobei sie noch „Alles ok, alles ok. Mir geht’s gut.“ sprach.
„Was ist passiert?“, fragte Enriya Thanoptis.
„Gar nichts. Es ist nicht meine Schuld wenn niemand bemerkt, wie ich durch mein eigenes Schiff laufe.“, antwortete Lionclaw schnippisch, wobei sie aber bemerkte, wie einige Offiziere, zum Beispiel der der für das Schutzschild zuständig war, den Kopf in ihre Richtung bewegen.
„Aber wieso sind Sie dann…?“, fragte die Asari weiter.
„Das sind die Nachwirkungen. Gegenfrage, was wollten Sie im Cockpit?“, entgegnete Lionclaw.
„Oh… Wegen… den Zents. Ich konnte mit meinen Instrumenten, und dank Rochei, Ihrem Techniker, einen möglichen Zent auf Vemal lokalisieren. Da die letzte Sichtung im Antaeus-System war, und wir uns in eben diesen befinden, hätte ich eine Landung vorschlagen wollen.“, erklärte Enriya mühselig.
„Ja, aber ich konnte ihr nur sagen, dass sie das mit Ihnen klären muss Commander. Außerdem hab ich jetzt Schichtende und Sie wissen, dass ich keine Überstunden machen darf.“, sprach Gold und ging.
„Vemal… Das ist ein ungewöhnlicher Ort für eine blühende Kolonie, aber von mir aus. Sind Sie eine gute Biotikerin Enriya?“, fragte Lionclaw.
„Tut mir leid. Ich kann nur Standart-Biotik, eben die Grundsätze aus dem Unterricht. Ich habe auch noch nie gekämpft, deswegen nein.“
„Hm, schade. Na gut, mit Seraphim hab ich bereits einen guten Experten, aber ich wollte Sie eigentlich in diese Ruinen mitnehmen.“
„Aber das können Sie doch! Es sind doch nicht immer Piraten in der Nähe, dann könnte ich mit.“, versuchte es Enriya, doch Lionclaw blieb hart:
„Pro Mission immer nur ein Squad. Ich flieg doch nicht hin und her nur um mein Squad zu tauschen. Wer bin ich? General Minor?“
Als Enriya nicht verstand hing Lionclaw an:
„Ein General des Unabhängigkeitskrieges meiner Heimat. War bekannt dafür, mit mindestens drei verschiedenen Squads auf ein und derselben Mission umherzulaufen, damit alle Erfahrung sammeln.“
„Also nein… Ok.“, erkannte Enriya. „Aber den Vermerk stelle ich in die Galaxie-Karte ein.“
Nachdem Enriya gegangen war, ging Lionclaw zu Silver, der nun auf dem Pilotensessel saß.

„Alta'ir, sagt dir das was?“, fragte sie einfach.
„Ein Stern im Sternbild Adler. Etwa fünf Parsec von der Erde entfernt. Mit unseren Möglichkeiten nur erreichbar bei genügend Vorräten und Sitzfleisch, da es kein Massenportal in der Nähe gibt. Deswegen nach der Entdeckung des Masseneffekts komplett fallen gelassen worden. Wieso fragst du?“, entgegnete er.
„Eine dieser Markierungen des Galaxie-Logos war auf der Position von Alta'ir. Das macht mir Bauchschmerzen.“
„Würde es mir auch. Aber was zum Geier war das gerade? Bist du unter die Ninjas gegangen und konntest dich so unbemerkt durchs KIZ schleichen?“
„Ja, ich bin immer noch ein Infiltrator, nur zur Info. Ist dir aber gar nichts aufgefallen?“
„Nein… wieso fragst du?“
„Ach nichts.“
„Irgendwas stimmt nicht mit dir. Zuerst die Mission mit Newman und nun das mit den Zents… Ich mach mir Sorgen.“
„Brauchst du nicht Silver. Flieg Trebin an und bleib in dessen Orbit, tarn uns außerdem. Vielleicht können wir eines der Schiffe täuschen.“, schlug Lionclaw vor.
Silver schaute skeptisch, tat es dann aber und steuerte die Blackbird in eine „Lauerposition“. Die nächsten zehn Stunden könnte sie dort bleiben.

Ob es was brachte oder nicht, konnte noch niemand sagen…


Ende von Abschnitt V

Updates kommen wöchentlich.

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