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Fanon:Die geheimen Völker - Kapitel 7

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Die geheimen Völker (VII)



Lionclaw hockte mit brummenden Schädel über den Berichten, die sie Admiral Hackett schicken wollte. Deprimierendes Zwischenergebnis: Abgesehen von zwei Sichtungen (wenn man von dieser seltsamen absieht) und zwei „Visionen“ die die jeweilige Vernichtung einer Stadt zeigten, war noch nicht viel passiert. Ach ja, da war ja auch noch die Vermutung mit dem Sternen im Galaxie-Logo.
Lionclaw seufzte. Wenn sie das nicht selber erleben, sondern von jemand anderen hören würde, oder den Bericht bekäme, sie würde denjenigen höchstpersönlich in die Klapsmühle stecken; nachdem er nochmal die Bedingungen für ordentliches Arbeiten zu hören bekam.
„Die Zeit wird kommen…“, flüsterte plötzlich jemand neben ihr, doch es stand keiner da. „Nur noch zwei Jahre für den Tag der Rückkehr…“
Sie fasste sich an den Kopf. Hatte sie vielleicht wirklich einen Hirnschaden von dem ersten Zent davongetragen?
„Hüte dich! Hüte dich vor den Reapern!“ Sie hielt sich die Ohren zu und versuchte die Stimme zu ignorieren, da klopfte es an der Tür.
Nach kurzen zögern trat Silver ein.
„Was ist los? Hast du das Interkom nicht gehört?“, fragte er besorgt.
„Wieso? Ist es wichtig?“, entgegnete sie.
„Ja! Es wurde eine weitere Patrouille abgeschossen. Diesmal aber außerhalb der Attika Traverse und des Erdallianz-Sektors. Irgendwo im Omega-Nebel. Es gibt nur einen Überlebenden und der sprach, bevor er ins Koma fiel, von einem seltsamen Schiff, welches die Flottille mit einen Schlag auslöschte. Momentan wird versucht diese Geschichte weitestgehend kleinzureden und es auf Piraten abzuwälzen, aber drei Mal darfst du raten, wer nun losgeschickt wird um das zu untersuchen.“, erklärte er aufgeregt.
„Terminus… Ist das offiziell? ich will nicht umsonst hin und her fliegen.“
„Und wie! Wir brauchen dich da oben!“
„Ist ja gut, ist ja gut“, murmelte sie und schickte die beiden Berichte los. „Wo war die Flottille genau?“
„Fathar-System, Richtung Amada-System.“
„Dann los.“ Sie stand auf und folgte ihm.

Knapp drei Stunden später, sie waren mittlerweile im Fathar-System, stand Lionclaw im KIZ und besprach mit Galaxia die neuen Schichtpläne, als einem Offizier neben ihnen plötzlich ein „Oh mein Gott.“ rausrutschte.
Lionclaw und Galaxia gingen verwundert zu dem Offizier und schauten auf die Konsole. Es war die Anzeige fürs LADAR, auf ihr sah man ein gigantisches Trümmerfeld.
„Oh Scheiße. Das war mal eine Flottille aus fünf Schiffen.“, erkannte Galaxia geschockt.
„Die Wrackstücke sind alle nah beieinander. Die Schiffe müssen noch in Formation geflogen sein. Der Angriff kam schnell und plötzlich. Niemand konnte darauf reagieren.“, sprach Lionclaw.
„Aber wieso? Nur wegen den Auftritt von neulich?“, fragte Galaxia und folgte Lionclaw, die vor zu Gold ging.
„Nein. Hier stimmt irgendwas nicht. In diesem Cluster ist noch nie, wirklich noch nie, ein unidentifiziertes Schiff aufgetaucht. Wieso sollte es das genau jetzt tun, zufällig in einem System, in dem sich eine Allianz-Patrouille befindet?“, entgegnete Lionclaw.
„Das ist nicht ganz richtig. Auf der naheliegenden Omega-Station spricht man von den Kollektoren, die einfach auftauchen und dann durch das Omega-4 Portal wieder verschwinden. Also…“
„Verdammt nochmal! Commander Galaxia! Bleiben Sie mal auf den Teppich! Ich kann hier nicht auch noch die angeblichen Sichtungen einer angeblichen Rasse brauchen, die irgendwo jenseits des Omega-4 Portals haust! Kommen Sie wieder auf den Teppich und bringen Sie uns so schnell wie möglich aus diesem System raus! Das Schiff wird hier wahrscheinlich noch irgendwo lauern.“, platzte Lionclaw der Kragen.
Galaxia schwieg kurz, ehe er sich umdrehte und zur Karte lief.

„Gold, ist hier vorne alles ok?“, fragte sie im Cockpit.
„Keine Fehlermeldungen, bis jetzt, und das Tarnsystem läuft auch ohne Probleme, obwohl es in letzter Zeit fast pausenlos in Betrieb war. Nur das Fliegen durch die Trümmer war alles andere als schön. Man konnte kaum noch erkennen, welch stolze Fregatten das mal waren.“, antwortete er.
Eine kleine Nachricht blinkte auf. Gold runzelte die Stirn und gab die Koordinaten ein.
„Was ist?“, fragte Lionclaw kurz verwundert.
„Wieso will Galaxia ins Amada-System? Haben Sie ihm das erlaubt?“, fragte Gold.
„Ja. Ich will aus diesem System raus. Ich glaube, dass das verantwortliche Schiff noch irgendwo lauert. Aber ich sagte keine konkreten Zielkoordinaten.“
„Aha. Gut. Aber unser ÜLG-Antrieb ist momentan überladen und die Planeten hier im System sind nicht gerade gut um ihn zu entladen. Es kann etwas dauern, bis ich die Blackbird ins Amada-System bringen kann.“, gab Gold zu bedenken.
„Bring uns einfach so schnell wie möglich weg. Und wenn das andere Schiff auftaucht, vergiss einfach sämtliche Sicherheitsvorschriften!“, entgegnete Lionclaw genervt und ging wieder hinter ins KIZ.

Einige Stunden später, es war bereits der Schichtwechsel durch und die Blackbird befand sich nun zum Entladen des Antriebskerns über Lorek, stand Lionclaw unschlüssig in ihrer Kajüte und ging auf und ab. Schließlich ging sie wieder hoch, diesmal um mit Silver zu reden.
„Oh hallo. Wirst du nun auch zu einer Nachteule?“, fragte Silver verwundert.
„Ich kann nicht schlafen. Mir macht irgendwie diese Stille zu schaffen. Wenn in diesem System wirklich noch dieses Schiff ist, hätte ich es lieber, wenn ich irgendwelche Signale davon erwischen könnte, nur um Gewissheit zu haben. Das ist schrecklich…“, klagte Lionclaw, die mittlerweile nicht nur Schmerztabletten gegen die Kopfschmerzen genommen hatte.
Silver seufzte:
„Genieß die Stille vor dem Sturm. Das Schiff konnte ohne weiteres fünf schwere Fregatten vernichten, die eigentlich Piraten hätten ausmerzen sollen. Die Blackbird ist eine leichte Fregatte mit allerlei experimenteller Technik der XR-Klasse. Wenn das Schiff tatsächlich noch hier lauern würde, könnte es uns so schnell erledigen, wir würden es nicht mal merken.“
Nun seufzte Lionclaw:
„Du bist echt gut im Aufheitern, weißt du das? Ist der Kern endlich mal entladen?“
„Ja. Jetzt geht's ins Amada-System.“
Kaum das er das gesagt hatte, schwang er aus dem Orbit von Lorek aus und machte einen ÜLG-Sprung ins Amada-System.

Lionclaw wollte jetzt endlich aufatmen und ins Bett gehen, hätten nicht plötzlich die Sensoren einen riesigen Kreuzer wahrgenommen, der in ihre Richtung flog.
„Was ist das?“, fragte sie.
„Unbekannte Signatur, unbekanntes Aussehen. Erinnert mich an kein Schiff, das ich jemals gesehen hätte. Vielleicht ist es nur in dieselbe Richtung unterwegs.“, versuchte es Silver, musste seine Annahme aber sofort revidieren, als das Schiff einen Energieimpuls auf sie abfeuerte.
„Verdammt! Wir brauchen Gold!“, rief Lionclaw und wollte schon loslaufen, da wurde die Blackbird von einen Impuls getroffen. Sie konnte sich gerade so festhalten.
„Schutzschilde sind unten, Barrieren sind unten… Mit einen Treffer?! Wie kann das sein?!“, rief Silver verzweifelt und wich einem weiteren Energiestoß aus.
Lionclaw schaute auf das Terminal neben ihr.
„Die Hüllenintegrität ist beschädigt… Verdammt! Das ist neben den Kabinen der Crew!“, rief sie ebenfalls verzweifelt.
Die Blackbird wurde ein zweites Mal erwischt, diesmal erwischte es ein Triebwerk, wobei der ganze Flügel weggerissen wurde. Lionclaw rannte in die Luftschleuse und zog sich ihre Panzerung über, dann rannte sie hinter ins KIZ und gab im Schiff das Signal, das sich alle auf die Evakuierung vorbereiten sollen. Sie wollte wieder vor ins Cockpit, doch in dem Moment gab es einen weiteren Treffern. Die Druckhülle über den KIZ begann schrecklich zu knirschen.
„Silver! Ich geb' das Evakuierungssignal! Wir müssen das Schiff aufgeben!“, rief sie über Funk.
„Nein! Ich schaffe das!“, entgegnete Silver.
„Idiot!“, keifte Lionclaw zurück und gab die Rettungskapseln frei.
Plötzlich meldete jemand anderes:
„Nur ein Drittel der Crew ist in den Kapseln! Ich kann weder Sie, noch Gold oder Silver sehen! Beeilen Sie sich! Die Blackbird hält das nicht länger aus! Eine Kapsel ist hier noch frei! Viel Glück!“, es war Commander Galaxia, der mit den wenigen Überlebenden das Schiff verließ.
„Silver! Gib das Schiff auf! Oder soll ich vor kommen und dich in die Kapsel zerren?!“, rief Lionclaw genervt, während ein Teil der Drückhülle des KIZ nun wirklich eingedellt wurde und Rauch die Sicht behinderte.
„Nein! Ich kann sie noch retten! Ich kann noch…“, der interne Kontakt brach ab als ein Teil der Hülle des KIZ nachgab und raus brach. Lionclaw konnte gerade so die Magnetstiefel ihrer Rüstung aktivieren.
Sie rannte so gut es ging vor zum Cockpit, während dessen bekam die nun manövrierunfähige Blackbird weitere Treffer ab. Weitere Teile der Hülle barsten und brachen weg; trieben zum Planeten Alchera. Lionclaw schaute sich nochmal um. Vom KIZ war nicht mehr viel übrig. Die Stromversorgung war nun komplett unterbrochen, einzig einige Projektoren der Galaxie-Karte gaben ein verzerrtes, flimmerndes aber unvollständiges Bild von sich. Sie war fast vorne beim Cockpit, welches von einer Notfallbarriere geschützt wurde, als die kleine Backup-Rettungskapsel losging.
Trotzdem wirkte es so, als würde da vorne noch einer sitzen. Lionclaw wollte sehen wer es war.
Dann wurde das Schiff erneut getroffen; zerbrach endgültig. Und sie wurde in die tiefe Leere und Kälte des Universums geschleudert. Konnte man es in diesem Moment als Glück oder Unglück sehen, dass sie vergessen hatte ihre Sauerstoffreserven zu erneuern?
Sie ging mit den Resten der Blackbird auf den Planeten nieder. Während sie in die Atmosphäre eintauchte, sah sie nochmal die vielen Kapseln, sie drehte sich mit letzter Kraft um und sah die Reste des Schiffes, ihres Schiffes. Dann bekam sie keine Luft mehr und starb, bevor sie die Reibungshitze oder den Aufprall spüren konnte.

Dies ist das Ende von Commander Marié Lionclaw. Offiziell starb sie bei einem Piratenangriff, da ihre eigentliche Mission streng geheim war und ihre Arbeit nie ans Licht kam. Zwei Jahre später sollte ihr ein ebenso ehrenvoller Soldat folgen. Selber Planet, selber Angreifer…


Ende der 'Geheimen Völker'

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