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Fanon:Wege zum Sieg - Kapitel 2

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Wege zum Sieg (II)


Erklärung: Auch wenn es allgemein Schock-Antrieb oder Antimaterie-Schock-Antrieb heißt, ist es in Wahrheit ein Antrieb der durch die Veränderung der Masse von Dunkler Materie herführt. Die Antimaterie wird dazu gebraucht, um die Dunkle Materie zu „stimulieren“. Desweiteren werden geringe Mengen von Antimaterie verwendet, um den ersten Schock einzuleiten. Diese kleine Veränderung im Raumzeitkontinuum, zu gering, damit die Besatzung es merkt, bringt eine Kettenreaktion in Gang, die im finalen „Schock“ durch die Dunkle Materie ihren Höhepunkt erfährt. Die Dunkle Materie folgt dem Stoß der Antimaterie und formt mit deren Energie und ihrer Schwerkraft eine „Blase“ um das Schiff. Anmerkung des Masterminds: Die Antimaterie schickt beim ersten Schock eine „Leine“ vom Start- zum Endpunkt, an die sich die Dunkle Materie hält. Durch die Eigenschaften der Antimaterie, die in nur einigen Bruchteilen eriner Sekunde in jedes beliebiges Eck der Galaxie kommen kann, merkt man keinerlei Verzögerung und hat eine sichere Schiene, genannt Korridor. Standartmäßig werden schon verwendete Korridore zur Erzeugung der Tunnel verwendet; sollte es keinen solchen Korridor geben, wird er selbst im vorhergenannten Verfahren erstellt. Die Blase, in der sich die Raumschiffe oder Raumstationen aufhalten und fliegen, staucht und dehnt die Dunkle Materie, die an die Antimaterie gebunden ist. Diese Begebenheit kann bei einem Zeta-Wellen-Angriff, bei der das Raumschiff absichtlich aus dieser Blase „rausfällt“ zu einer tödlichen Waffe werden.“, las EVI aus der Datenbank vor. Zahlreiche Diagramme und Hologramme unterstützen sie dabei.
Phoenixclaw überlegte etwas.
„Dann ist es wie der Masseneffekt, der auch auf das verändern der Dunklen Materie basiert. Nur wieso braucht es beim Masseneffektantrieb die Portale, während beim Schock-Antrieb die ganze Galaxie frei auswählbar ist?“
„Leider liegen mir zum Masseneffekt nicht genügend Daten vor. Mister Metal erwähnte die Portale schon und Techtron baute einen der E-Zero-Antriebe in die Blackbird ein, womit sie mit den ME-Portalen kompatibel ist. Ich kann nur sagen, dass es den Schiffen ohne die Portale nicht möglich ist, ihre Masse in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dieses Problem wird durch die Antimateriefäden und -Korridore im Raumzeitkontinuum gelöst. Anders ausgedrückt: Die Schiffe können ihren genauen Weg nicht selbst bestimmen, sondern brauchen eine festgelegte Führungsschiene, die durch die Massenportale geschaffen werden. Alles weitere kann ich Ihnen erst später sagen. Ich lerne noch was es mit dem Masseneffekt und den zugehörigen Komponenten auf sich hat.“, erklärte EVI.
Phoenixclaw seufzte, ihre „Abendlektüre“ war größer ausgefallen als erwartet. Die Datenbank des Masterminds, eine der ältesten und umfangreichsten Datenbanken von Wing, welche direkt von EVI und nicht von der KI des EDI-Netzwerkes gepflegt wird, enthält einfach zu viel Wissen für einen Abend. Sie hat sich gerade durch die Kurzfassungen der Entstehungsgeschichte der Wing Technologies und der Altairs durchgearbeitet und war nun am Schock-Antrieb hängen geblieben. Es blieb aber noch viel Material übrig. Die Föderation, Rassen, Rituale, Götter… das Mastermind hat die Datenbank über 20 Jahre lang gefüllt. Mehrere Millionen Tiere und Pflanzen waren in ihr verzeichnet. Planeten, so entlegen, dass sie eigentlich nicht auffallen. Ruinen und Artefakte, welche so extrem kraftvoll sind, dass sie alles Leben in einen Sonnensystem auslöschen können. Und die Schiffe.
Die Datenbank enthielt auch sämtliche Zeichnungen, Pläne und Konzepte der Raumschiffe. Immerhin weit mehr als 4000 Stück. Dazu kamen noch Raumstationen, Waffen, Panzerungen und Abwehr. Sie hat an alles gedacht. Wie es sich eben für eine Person, die sich „Mastermind“ nennt, gehört. Interessanterweise waren das aber gleichzeitig die einzigen fehlenden Daten. Sie konnte nicht auf die Biographien und Akten des Masterminds und deren Umfeld zugreifen.

„EVI, es reicht. Danke für die Informationen, doch das reicht fürs erste… Ich muss meine Gedanken wieder ordnen.“, meinte sie geschafft und schnipste die Hologramme weg.
„Kannst du mir zeigen, wer meine nächsten Teammitglieder werden sollen?“, fragte sie, worauf EVI nickte und vier Akten erschienen.
„Hm… Das sind aber alles Leute der Föderation…“, erkannte Phoenixclaw nach einer Weile und öffnete das Dossier eines Kriegers, der sie an eine Mischung aus Kroganer und Löwe erinnerte.
„Raek‘a Logi Sekna, im Stamm ‚Logis Ra‘ genannt. Er ist ein alter Kent’rar von 900 Jahren und diente in diversen großen Schlachten. Es gibt keinen Kampf, denn er nicht sofort annehmen würde. Momentan ist er der Stammesführer des Sekna-Clanes, wobei er allerdings nur selten anwesend ist… Interessant…“, flüsterte sie vor sich hin.
„Die Kent’rar sind eine kriegerische Spezies, die sich meist sofort in einen Kampf stürzen. Ihre enormen Fähigkeiten machen sie zu gefürchteten Gegnern, doch auch zu guten Freunden. Viele von ihnen besitzen einen beißenden Humor, da sie die meiste Zeit mit sich selbst verbringen müssen. Ihre Stätten sind heilig, jeder der sie entehrt, wird ohne Warnung vernichtet. Das interessanteste an ihnen ist auch das skurrilste. Ähnlich wie ein Baum mit den Jahren Jahresringe ausbildet, bilden sie alle 100 Jahre einen neuen Schweif aus. Mit zunehmenden Alter hört die Ausbildung auf und es kommt nur zum Wachstum der bestehenden Schwänze.“, erklärte EVI.
„Um den kümmere ich mich als nächstes… Verdammt bin ich müde… Tartairus-System? Das liegt beim Perseus-Nebel… Ja gut‘ Nacht…“, sprach sie gähnend. Eine Nachricht flackerte auf, sie zwar schon zu müde, konnte aber „Normandy“ und „Shepard“ aus dem Text raus lesen. Es wirkte wie ein Statusreport eines wing’schen Agenten. Sie gähnte nochmal und ging dann ins Bett.

Der Schlaf war zwar kurz, aber trotzdem sehr erholsam. Sie wurde von Silver geweckt, der über Interkom erklärte, dass ein bekanntes Schiff auf den LADAR aufgetaucht war. Sie befanden sich nun, da Mistral während sie schlief eine kleine Lieferung von Medikamenten entgegen genommen hatte, im Grenzgebiet zwischen Innerem Ratssektor und Erd-Allianz-Gebiet.
Phoenixclaw wollte Silver erklären, dass es noch zu früh für irgendwelche Schiffe war, doch dann sagte er den Schiffsnamen. Es war die SSV Chicago, und sie wollte andocken.

„Hm… Soviel zum „neutralem“ Umfeld. EVI, ist die SSV Chicago tatsächlich das momentane Flaggschiff der 5. Flotte?“, fragte Phoenixclaw und zog sich fertig an.
„Meinen Informationen und der Kennung nach…“, entgegnete EVI.
„Na dann… Lasst sie andocken, ich warte unten im KIZ.“
Phoenixclaw ging relativ gelassen aus ihrer Kabine raus und in den Fahrstuhl rein. Innerlich dagegen war sie gespannt wie ein Flitzebogen.

Als sie ins KIZ kam, bemerkte sie bereits die Aufregung. Einige der Offiziere, die die Schiffssysteme manuell überwachten und es sich in ihren kleinen „Mulden“ bequem gemacht hatten, packten hektisch Kissen, Müll und Kleinkram weg. Das Meiste davon landete zwar in den Wartungsschächten unter dem Aufbau des KIZ, konnte so aber nicht gesehen werden. Sie würde später jemanden da rein schicken, damit der schaut, ob der Müll und alles andere wieder rausgefischt wurde.
Von ihrer Position bei der Galaxie-Karte aus konnte sie sehen, dass sogar Silver hektisch das ein oder andere unter den Konsolen des Cockpits verstaute. Er war gerade so fertig und setzte sich wieder hin, da wurde das Dock-Signal gegeben.
Phoenixclaw richtete sich auf und stieg vom Podest vor der Galaxie-Karte runter. Genau in diesem Moment trat Admiral Hackett aus der Luftschleuse.
„Viel Glück.“, meinte Seraphim leise und verzog sich auf die andere Seite des Kartentisches.
Phoenixclaw salutierte, allerdings mit der wing’schen Geste, nicht mit der normalen.
„Admiral, willkommen auf meinem Schiff.“
„Vielen Dank, Commander. Wo auf diesen Schiff kann eine Unterredung ungestört von statten gehen?“, fragte Hackett sofort.
Phoenixclaw überraschte es nicht. Das KIZ, egal auf welchem Schiff, war für die meisten Gespräche einfach nicht geeignet.
„Bitte, flogen Sie mir.“, antwortete sie nur und führten den Admiral zuerst durch die Waffenkammer und dann in den Meetingraum.
In der Waffenkammer, wo Skullface gerade sein kostbarstes Präzisionsgewehr wartete, fiel selbigen der Gewehrlauf aus der Hand. Er konnte ihn nur dank seiner Reflexe noch auffangen und salutierte schnell vor dem Admiral der Allianz.

Endlich im Meetingraum, fragte Phoenixclaw gleich:
„Wieso haben Sie Ihre Meinung geändert? In Ihrer E-Mail stand etwas von „neutralem“ Umfeld. Hier aber direkt auf ein Schiff der Wing Technologies zu kommen ist für mich nicht gerade „neutral“. Oder besitzen Sie eine andere Definition?“
„Nein, aber momentan kann man nirgends von einer wirklich neutralen Umgebung sprechen. Hätte ich Sie auf die Chicago gebeten, so wie vor vier Jahren, wären Sie von der Allianz umgeben gewesen. Allerdings vertraue ich momentan darauf, dass Sie relativ neutral zu den Wing Technologies sind, oder irre ich mich?“, entgegnete Hackett.
Phoenixclaw musste kurz lächeln und verneinte:
„Tut mir leid Admiral, aber leider hab ich in diesen wenigen Tagen bereits viel mehr erfahren, als die ganzen Jahre zuvor. Wenn Sie mich irgendwie dazu überreden wollten, nach meiner Mission zurück zur Allianz zu kommen, muss ich Sie leider enttäuschen. Der Vogel kann schließlich auch nicht zurück ins Ei.“
„Das heißt, dies ist nicht nur ein Wing-Schiff, sondern Sie sind nun auch ein Wing-Commander? Ja, das ist wirklich eine Enttäuschung… Das bedeutet, dass wir gerade eben erneut einen fähigen Offizier verloren haben. Ich hoffe nur, dass Ihre Erinnerungen tadellos sind und Sie die Allianz nun nicht als Feind sehen.“
„Ich werde jedenfalls keine Patrouillen, Schiffe oder Soldaten angreifen, wenn Sie darauf hinaus wollen. Im Gegenzug möchte ich aber auch nicht angegriffen werden. Die meisten wing’schen Schiffe, jedenfalls Transporter und diverse kleine Fregatten, haben keine Probleme mit der Allianz. Doch wie ist es mit der Blackbird? Müssen wir in Zukunft getarnt durch die Heimatsysteme fliegen?“
„Wir werden die FFS-Kennung der Blackbird anerkennen, vorerst. Sollte es Probleme geben, kann selbst ich für nichts garantieren.“, antwortete Hackett nun kühl.
Phoenixclaw nickte nur mit dem Kopf.
„Ich möchte nun zu den eigentlichen Themen kommen. Wie kann es sein, dass in einer Woche zwei, für tot erklärte, Offiziere wieder auftauchen, deren Schiffe beide über denselben Planeten abgeschossen wurden? Und die Sichtungen dieser Offiziere in derselben Kolonie stattgefunden haben?“
„Dazu kann ich nur sagen, dass es ein großer Zufall ist. Ich dachte eigentlich, dass ich die Kameras in Freedom’s Progress umgangen hatte. Da hab ich mich wohl geirrt. Und zu Commander Shepard kann ich leider auch nur sagen, das er sich genau wie ich auch, auf einer gefährlichen Mission befindet. Vielleicht sogar mit demselben Ziel.“
„Sie sehen das also als großen Zufall, dass Sie, die das seltsame Auftauchen von unbekannten Schiffen untersuchten und dabei auf die Reaper gestoßen sind, und Shepard, der gegen die Reaper vorgegangen ist, beide wieder am Leben sind und sich ein und derselben Sache widmen?“
„Ich… Admiral Hackett, ich weiß nicht wie viel ich nun dazu sagen darf, aber… mein Standpunkt ist klar. Es ist ein extrem großer Zufall, dass zwei Organisationen ähnliche Programme hatten, um zwei Kämpfer zurück zu holen. Und das diese beiden Kämpfer nun gegen die Kollektoren und, wenigstens in meinem Fall, gegen die Reaper ziehen. Doch hier hören die Gemeinsamkeiten auf. Eine Frage: Brauchen Sie Shepard?“
„Wie meinen Sie das?“
„So wie ich es sage. Cerberus hat mich nicht auf den Schirm. Wing ist da anders, sie überwachen Shepard mit einen internen Agenten. Ich habe den Auftrag, sollte ich ihn nicht auf die richtige Seite ziehen können, Shepard zu töten. Wie Sie sich vielleicht denken können, werde ich das nicht machen, aber…“
„Sie bekommen die Informationen und können in etwa einschätzen wie er sich gerade gegenüber Cerberus verhält.“, schloss Hackett.
„Genau. Ich kann Ihnen, sozusagen unter der Hand, Shepards Loyalität zur Allianz mitteilen. Mein Chef wird mich dafür Vierteilen wollen, aber die Allianz könnte sich Shepard krallen.“, schlug Phoenixclaw vor.
„Ich werde darüber nachdenken. Aber wieso wollen Sie ihn wieder in der Allianz haben? Wieso wollen Sie ihn nicht bei Wing?“, fragte Hackett, der ihre Absichten scheinbar durchschaut hatte.
„Shepard ist noch nie mit Wing, den Zents oder den anderen Schiffen in Berührung gekommen. Er soll sich lieber auf wichtigere Sachen konzentrieren. Deswegen kann ich ihn bei Wing nicht brauchen. Wie gesagt, mein Chef dürfte das anders sehen, aber so sage ich das nun zu Ihnen. Ich werde nicht zurück zur Allianz gehen, doch Shepard dürfte eine große Hilfe sein. Er ist ein Idol, was soll er da bei einer Firma, die nicht mal einem Großteil der Menschen bekannt ist?“
„Verstehe, der Standpunkt ist jedenfalls gut. Ich hätte noch eine Frage zu Ihrer Mission. Wissen sie schon, weshalb die Kolonien verschwinden? Warum tausende Kolonisten einfach verschleppt werden?“
„Nein, aber das ist eine der Fragen, die ich lösen will.“, antwortete Phoenixclaw und merkte, dass das Gespräch sich dem Ende zuneigte.
„Was ist mit den Schiffen? Dieses Phänomen, welches das alles erst ausgelöst hat? Was wissen Sie dort?“
„Sie sind unsere Verbündeten. Die meisten jedenfalls. Die Völker der Citadel-Gemeinschaft müssen bald erkennen, dass da draußen mehr lauert, als sie sich jemals hatten vorstellen konnten. In diesem Sinne muss ich Ihnen übrigens danken. Ohne den Auftrag diesen Schiffen nachzugehen, würde ich hier nicht stehen.“
„Nein, denn dann wären Sie wahrscheinlich ein Rear Admiral und würden irgendeine Flottille befehligen. Danke für die Unterhaltung. Zu Ihren vorherigen Vorschlag. Einige Dokumente, welche die Gesinnung von Shepard darstellen könnten, wären wirklich sehr nützlich. Es muss ja nur das wichtigste sein. Sie könnten mir wegen einiger Dinge noch hilfreich werden.“, entgegnete Admiral Hackett und wollte gehen.
Da warf Phoenixclaw noch ein:
„Warum eigentlich ich? Wie konnte ich Ihr Vertrauen gewinnen, obwohl ich Sie bis jetzt nur zwei Mal getroffen habe? Wieso haben Sie mir diesen Auftrag damals gegeben? Warum wollten Sie nun mit mir sprechen und nicht mit Shepard? Das sind Fragen…“
„Commander Phoenixclaw, ich kannte Ihre Eltern. Ihr Vater, Oskar Lionclaw, hat auf seinen Missionen nur von seiner kleinen Tochter geredet. Ihre Mutter Annè war nicht anders. Als sie starben, verloren Sie Ihre Eltern und ich alte Freunde. Es ist verständlich, dass ich danach Ihre Entwicklung verfolgt habe. Wie meinen Sie wohl, sind Sie ins N-Programm gekommen?“, erklärte er.
„Moment… Sie sind ‚Onkel Steve’?!“, erkannte Phoenixclaw geschockt.
„Genau. Der Zahn der Zeit nagt an jedem, nicht wahr? Machen Sie’s gut. Ich finden den Weg alleine zurück.“, meinte Hackett und ging.
Phoenixclaw blieb staunend zurück.

Nur etwas später kam Silver zu ihr.
„Die Chicago hat gerade abgedockt und ist sofort Richtung Portalsystem gesprungen. Du hast Hackett echt beeindruckt.“, meinte er.
„Wie kommst du zu dieser Annahme?“, fragte Phoenixclaw trocken.
„Kurz bevor er in die Luftschleuse getreten ist, beglückwünschte er mich, dass ich einen so guten Commander als Anführer habe.“
„Hm… Und dabei haben wir nichts Wichtiges besprochen.“
„Du wirst allerdings wirklich geschafft. Alles ok? Was genau ist los?“, fragte Silver nun leicht besorgt.
„Es ist… Wir haben freien Transit. Wenn wir uns im Erd-Allianz-Gebiet befinden, müssen wir uns nicht tarnen. Das ist das einzig wichtige, der Rest ist unwichtig. Wenn du mich noch was fragen willst, kannst du das auf den Weg ins Tartarus-System machen.“, erklärte Phoenixclaw und ging.
Nun blieb Silver staunend zurück.

Phoenixclaw hatte sich vor ins Cockpit gesetzt. Silver hat bereits davor, als sie durchs KIZ gegangen waren, immer wieder versucht Antworten zu bekommen. Sie ließ seine Fragen ins Leere laufen. Erst als er manuell die Koordinaten des Tartairus-Systems gesucht und eingegeben hat – deswegen war die Galaxie-Karte auch für den Piloten so praktisch – und sie durch den Raumkorridor flogen, brach sie ihr Schweigen.
„Ich werd wahnsinnig!“, seufzte sie.
Silver verstand nicht worum es nun ging und bezog es auf die Steuerung:
„Ja, ich musste mich auch erst daran gewöhnen. Aber EVI hat dir, glaub ich, noch die alte Steuerung der Allianz freigeschaltet. Ich dagegen muss mit der von Wing klar kommen.“
„Darum geht’s nicht… Es ist wegen Hackett. Hast du dich nie gewundert warum ausgerechnet ich so einen Auftrag bekommen habe? Und wie ich mit 13 Jahren ins N-Programm kam?“
„Naja, bei letzterem hab ich mich nur kurz gewundert, immerhin hast du schon im Ikarus-Programm erstaunliche Fähigkeiten gehabt. Bei ersteren… nein. Naja, vielleicht ein bisschen… Wieso?“
„Er hat mir heute erklärt, warum ich sein Vertrauen habe, obwohl das erst meine „zweite“ Begegnung mit ihm war.“, beim „zweite“ machte sie Gänsefüßchen in die Luft. Das bemerkte Silver natürlich und meinte gleich:
„Du hast ihn schon mal getroffen?“
„Öfter als mir lieb ist. Ich hab ihn nur nicht erkannt… Vor über 20 Jahren, als ich noch ganz klein war, kam manchmal ein alter Freund meiner Eltern zu Besuch… Ich kannte ihn als Onkel Steve, der Rest der Welt kannte ihn als Admiral Steven Hackett. Das ist irgendwie… peinlich.“
„Dann ist klar warum er so viel Vertrauen in dich hat. Er kennt dich seit du ganz klein warst. Das bedeutet auch, dass er deine Fähigkeiten schon früh bemerkt haben dürfte. Ich finde es allerdings eher interessant, dass du ihn nicht wiedererkannt hast.“
„Tja, was meinst du, denke ich gerade?“
„Moment…“ Silver räusperte sich. „Wie konnte ich jemanden mit so einem charakteristischen Gesicht nicht wiedererkennen? Mann ist das peinlich. Hab ich Recht?“
„Genau. Weißt du, es wird noch peinlicher, wenn ich daran denke, dass ich ihn zuletzt mit 12 Jahren vor der Sagrada Família gesehen habe und dort über Gaudí und seine Werke redete. Das ist extrem peinlich…“, erklärte Phoenixclaw. Sie wurde rot und rutschte im Sessel runter.
Silver musste einfangen zu lachen und verpasste den richtigen Zeitpunkt zum Abbremsen der Blackbird. Als er dann endlich die Dämpfer für den bevorstehenden Austritt aus dem Raumdehnungstunnel einschaltete, ging ein spürbarer Ruck durchs Schiff.
„Das kann ich mir nun wirklich vorstellen. Du hast doch bis heute Gaudís Lebenslauf um Kopf. Ich kann mir das wirklich lebhaft vorstellen. Du stehst da und plötzlich kommt Hackett und du fängst an über die Sagrada Família und Gaudí zu reden. Oh Gott, das hätte ich so gern gesehen…“, meinte Silver belustigt, während die Blackbird im Tartairus-System ankam.
„Du hast es gesehen und gehört. Du standst direkt neben mir.“
„Ich… oh… Oh!“, Silver bekam nun auch eine leichte Röte im Gesicht. „DAS war diese kleine Sache kurz vor dem Beginn der beiden Projekte? Oh…“
Phoenixclaw nickte nur.
„Dann muss ich mich jetzt an meine eigene Nase fassen, da ich gar nicht gemerkt habe, mit wem du geredet hast.“, meinte er.
Dann zeigte er auf den Planeten, auf dem sich Logis Ra befand.


Ende von Abschnitt II

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