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Fanon:Wege zum Sieg - Kapitel 3

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Wege zum Sieg (III)


Der Planet Ham’dehl’ai war der sonnennächste Planet des Tartairus-Systems. Er war sengend heiß, doch zwischen den Wüsten und kargen Steppen gab es Oasen und fruchtbare Gebiete. Bereits beim Betreten dieser flammenden Welt, was der Name übersetzt bedeutete, sah man, warum sich einer der besten Krieger der Kent’rar hier aufhält. Es herrschte scheinbar ein Krieg um die besten Oasen.
In einer der Senken, unweit ihres Landeplatzes, konnten Phoenixclaw, Seraphim und Skullface auf ein riesiges Lager blickten. Die bulligen Kent’rar mit ihren unzähligen Schwänzen gingen zwischen den Tüchern ihrer Zelte umher; schärften Beile und Messer oder putzen ihre Gewehre. Eine Horde Krieger kam ins Lager. Ihr Anführer war in eine tiefblaue Panzerung gehüllt. Seine Schwänze waren in ihr verborgen, wobei sich dann aber die Panzerung öffnete und sich die neun Schweife fast schon auffächerten. Er brüllte irgendwas zu den Kriegern, ehe er plötzlich auf sie blickte.
Phoenixclaw rutschte zurück in die Deckung. Sie wusste nicht wer es war und hoffte, dass er sie nicht gesehen hatte.
Bereits einen Augenblick später waren sie von den Kent’rar umzingelt worden.

Der Kent’rar von vorhin saß nun auf einen improvisierten Thron aus unzähligen Knochen. Während Seraphim und Skullface von den übrigen festgehalten wurden, wurde Phoenixclaw zu diesem Anführer vorgeschoben und vor seine Füße geworfen.
„Altairs…“, fauchte er kurz.
Phoenixclaw richtete sich auf, wurde aber sofort wieder zu Boden gedrückt.
„Hmpf… Au… Raek‘a Logi Sekna, nehm ich an?“, fragte sie, wobei ihr eine Lanze in den Rücken gedrückt wurde. Ihre Rüstung war für solche Waffen nicht wirklich ausgelegt, weshalb sich die Carbonplatte nun schmerzhaft zwischen ihre Rippen bohrte.
„Sekna? Diese Schweine sind nicht hier! Wir sind der Stamm der Kat Kat!“, rief der Anführer, worauf die Krieger brüllten.
„Oh… Na dann könnt ihr uns auch wieder gehen lassen.“, meinte Phoenixclaw, die von der Lanze nun wirklich langsam genervt war.
„Nein. Wir behalten euch zum Essen hier. Altairs sollen um diese Jahreszeit sehr lecker sein… Wobei wir bei dem einen nicht so recht wissen, wie er schmecken wird.“, meinte der Anführer nochmal und stand auf.
Er packte sie mit seinen Klauen und beäugte sie. Plötzlich ertönten Hörner und die Krieger des Lagers griffen zu den Waffen.
„Schade, das heißt wohl, dass das Essen bis auf weiteres verschoben ist. Atakara Nok’vetba!“, schrie der Anführer und griff sich seine furchterregende Schrotflinte.
Phoenixclaw und ihre Gefährten wurden durch die Masse fast totgetrampelt, sahen dann aber, dass eine andere Horde angriff. Sie wollte sich endlich aufrichten, wurde aber wieder von jemanden zu Boden gezerrt. Dieser Kent’rar sah allerdings anders aus als die anderen. Er bedeutete ihnen, dass sie mitgehen sollten. Sie trauten ihm nicht sofort, allerdings waren die anderen gerade mit dem Kämpfen beschäftigt, weshalb sie die Gelegenheit nutzten.

„Betet zu den Göttern des Pantheons! Vor allem zu Raikan und Reshanta!“, rief der Kent’rar nachdem sie das Lager der Kat Kat verlassen haben.
„Aha. Und warum hilfst du uns?“, fragte Seraphim, die ihr Gewehr nun griffbereit hatte.
„Logis Ra hat es befohlen. Er hat auch diese kleine Ablenkung geschickt.“, erklärte der Kent’rar und wandte sich zu Phoenixclaw:
„Du bist die neue Astral, oder?“
„Ich weiß nicht was du meinst…“, antwortete sie und versuchte die verkeilte Carbonplatte durch das Bewegen ihrer Schultern wieder in die richtige Position zu bekommen. Sie konnte auf jeden Fall die Nervigkeit reduzieren.
„Logis Ra hatte eine Vision der großen Mutter bekommen. Sie hat eine neue Dienerin. Ich soll sie direkt zu ihm bringen.“
„Gut, denn ich wollte zu ihm.“, entgegnete Phoenixclaw.

Das Lager der Sekna war anders aufgebaut als das Lager der Kat Kat. In der Mitte der Zeltstadt standen ein paar Jäger und die Waffen wirkten alle fortschrittlicher. Diese Kent’rar, die vorwiegend rot trugen und auch größere Hornplatten auf ihren Köpfen hatten, waren geordneter als die anderen. Ihr Anführer stand unter einen Sonnensegel und schaute sich eine Karte der Gegend an. Er trug eine rostrote Rüstung, auf der sich irgendwelche schwarze Zierde befand. Seine neun Schwänze sahen in der Rüstung so aus wie neun rote Schlangen ohne Kopf.
„Mak’rata! Nu’bek Ratak! Mabesh no.“, meinte er, als er sie sah.
Ihr Retter verneigte sich kurz und ging.
Der Anführer, wohl Raek‘a Logi Sekna, beäugte ebenfalls Phoenixclaw und umarmte sie dann. Seraphim und Skullface hatten ihre Gewehre gezügt, nahmen sie aber runter, nachdem sie die Gewehre der unzähligen Krieger sahen.
„Du bist also die neue Astral? Der Herr der Sterne hat es tatsächlich geschafft. Endlich wieder eine reine Seele…“, meinte der Anführer erfreut.
„Äh… Danke… Sie sind Raek‘a Logi Sekna, oder?“, fragte Phoenixclaw vorsichtig.
„Genau, ja. Ich bin Raek’a. Bitte, setzt euch und erzählt von eurem Anlass. Niemand kommt während der Rakana Quena auf diesen Planeten ohne triftigen Grund.“
Mit einer Handbewegung schickte er die Krieger wieder auf ihre Posten, derweil kam die „kleine“ Ablenkung zurück.

„Es ist so… Ich möchte Sie in meinen Team haben.“, fing Phoenixclaw an.
Raek’a schloss kurz die Augen und überlegte.
„Ich kann meine Krieger mitten im Rakana Quena nicht verlassen. Wir stehen kurz davor den Kat Kat-Stamm endlich aus unserer Kolonie zu vertreiben.“, entgegnete er.
„Was ist dieser ‚Rakana Quena‘?“, fragte Seraphim.
„So etwas wie eine Clanfehde?“, meinte Skullface.
Raek’a lachte laut.
„Clanfehde trifft es fast. Alle 100 Jahre wird auf einigen Planeten, immer wieder anderen, über unserer Gebiete ein großer Krieg ausgetragen. Es geht dann darum, wer die Kolonie für die nächsten 200 Jahre für sich und seinen Stamm beanspruchen darf. ‚Nur die Starken kommen in den Garten‘, das hat das Mastermind gesagt, als ich es ihr erklärt habe.“
Die anderen blickten verwundert.
„Du hast mit dem Mastermind gesprochen?“, fragte Phoenixclaw erstaunt.
„Ja klar. Ich war der erste Kent’rar mit dem sie gesprochen hat. Unsere Stämme waren verbündet. Als ich dich in der Ferne kommen sah, dachte ich kurz, dass sie zurückgekehrt sei aus der Abyss.“
„Hm… Das würde erklären warum der andere Anführer uns fressen wollte und gegenüber den Altairs feindlich gesinnt ist.“, erkannte Seraphim gelassen.
„Naja… Nur das mit dem feindlich gesinnt. Mak’rens nufka Kat Kat hatte schon immer was gegen Altairs, da sie mit uns verbündet waren. Wir haben außerdem dem Kat Kat-Stamm vor einiger Zeit sämtliche Jagdgründe entzogen. Sie haben nur noch ihren Proviant, und da wir den Luftraum und Orbit beherrschen, wird sogar das bald nicht mehr reichen. Dieser Planet befindet sich seit 600 Jahren, also drei Zyklen, im Besitz des Sekna-Stammes und das wird sich dieses Mal nicht ändern. Wir haben bereits viele Krieger, die hier aufgewachsen sind und ihre Kolonie verteidigen wollen, deswegen konnten wir die anderen Stämme alle schon abwehren.“
„Ich will hier mal rein grätschen. Sehen sich die Kent’rar nicht als ein Volk?“, fragte Phoenixclaw dazwischen.
„Nein. Wir haben zwar ein zentrales Gericht und eine zentrale Regierung, die hat aber abgesehen von den notwendigen Beziehungen zur Föderation nicht viel zu sagen. Die Anführer der jeweiligen Stämme, sowie die Ältesten und Hohe Priester, haben die Macht. Sie bilden Allianzen, Pakte und Feindschaften. Wir können nicht geeint werden, da die kulturellen Unterschiede zwischen den Stämmen viel zu groß sind. Bei den Menschen scheint es ja auch nicht geklappt zu haben. Das Mastermind erzählte mir, das sich ganze Völker bekriegten, nur weil sie anders aussahen oder eine andere Religion besaßen. Wir sind zwar die Spezies der Kent’rar, aber gleichzeitig sind wir Angehörige unserer Stämme.“
„Verstehe. Das erklärt auch, warum der Kat Kat-Clan mehr auf Hieb- und Stichwaffen setzt und wir keine Jäger gesehen haben.“, bemerkte Skullface.
„Der Kat Kat-Stamm hat sich den alten Waffen verschrieben. Sie haben gerade genug Jäger um ihre Lager auf den unterschiedlichen Planeten zu versorgen, aber zu wenig um mit ihnen zu kämpfen oder auch nur einen zu verlieren. Uns fehlt nur noch ein Angriff, dann sind ihre Krieger zu geschwächt und sie müssen abrücken.“, erklärte Raek’a.
„Dann mach den Angriff jetzt. Wir werden mitkämpfen.“, meinte Phoenixclaw.
Raek’a musste wieder lachen. „Genau wie das Mastermind. Sofort auf Angriff aus. Ok, vor eurer Ankunft wollte ich sowieso den Befehl geben. Wenn wir die Kat Kat besiegt haben, werde ich mich deiner Ketsha anschließen. Davor will ich aber noch wissen, gegen wen wir kämpfen werden.“
„Gegen die Kollektoren. Das sind Entführer und fürchterliche Kreaturen.“, antwortete Phoenixclaw.
„Dann wird es so sein. Maktara’a! Senma ‘kra!“
Die vielen Krieger stimmten ein, die Jäger hoben ab und der Sturm auf das Lager der Kat Kat ging los.

Es war keine so epische Schlacht wie man es vielleicht erwartet hätte, allerdings konnte Phoenixclaw nun endlich sehen, warum die Kent’rar so gefürchtet waren. Viele der Sekna-Krieger rannten auf allen vieren zu ihren Gegner, mit entblößen Fangzähnen und langen Krallen an ihren Fängen. Andere blieben weiter hinten, schossen aber mit ihren Waffen extrem präzise in die Menge. Die Luftunterstützung tat ihr übriges. Die Kat Kat-Krieger waren wegen dem Nahrungsmangel schon zu schwach, sie konnten sich nicht mehr erwehren. Einzig ihr Anführer wollte sich nicht ergeben.
Phoenixclaw hatte ihm im Visier, doch bevor sie abdrücken konnte, stürzte sich Raek’a auf ihn und beide wälzten sich im Nahkampf auf den Boden. Immer mehr kamen zu diesem Kampf, versuchten den Anführer des jeweils anderen Clans zu verwunden. Am Ende siegte Raek’a. Mak’rens lag blutend auf dem Boden. Seine Rüstung hatte viele Löcher, Fell von seinem offengelegten und wohl gebrochenen Schwanz lag überall herum.
„Ich will dich und deinen Stamm nicht mehr auf dem Gebiet der Sekna sehen!“, rief Raek’a und beanspruchte den Sieg für sich.
Der Anführer des Kat Kat-Stammes musste von seinen eigenen Kriegern weggetragen werden. Ein paar Sekna kamen hinterher um den Abzug zu verfolgen.
„Das war’s. Ich halte mich an meine Zusage und schließe mich deiner Ketsha an. Ihr habt gut gekämpft mit euren Eurouki-Waffen.“, meinte Raek’a und wischte sich das Blut vom Maul.
„Und was ist mit deinem Klan?“, fragte Seraphim.
„Mein Sohn führt ihn schon lange. Das ist eigentlich eine Missachtung der Tradition, aber er hat das bessere diplomatische Geschick, ich bin nur der Anführer der Krieger.“
„Dann freut es mich, das du dich uns anschließt.“, sprach Phoenixclaw und gab ihm die Hand. Er erwiderte den Händedruck und folgte ihnen auf die Blackbird.

Als sie wieder auf der Blackbird war, wurde sie gleich in den Meetingraum geschickt. Techtron wollte mit ihr reden.
„EVI hat mir Ihre Berichte geschickt. Ich hatte mir schon gedacht, dass Sie von Raek’a mit offenen Armen empfangen werden. Er war ein guter Freund des Masterminds und half ihr bei ein oder zwei SR-Missionen.“, begann Techtron, der diesmal in einem Sessel mit hoher Lehne saß.
„Ich finde auch, dass er sehr ehrenhaft ist. Allerdings… Er ist schon sehr alt und auch wenn er heute seinen Feind besiegen konnte, glaube ich nicht, dass er die Kollektoren schaffen wird.“, warf Phoenixclaw ein.
Techtron lächelte.
„Unterschätzen Sie niemals die Fähigkeiten eines alten Mannes.“
„Verstehe. Er wird auf jeden Fall eine Bereicherung fürs Team sein. Ich werde mich gleich erkundigen, wie er sich einleben konnte…“, meinte Phoenixclaw und wollte schon gehen, da sprach Techtron noch:
„Ich habe Ihr Treffen mit Admiral Hackett verfolgt. Es ist eine gute Idee Shepard wieder in die Allianz einbringen zu wollen. Auch wenn das, was Sie gesagt haben, nicht ganz der Wahrheit entspricht. Wir haben keinen wirklichen „Agenten“ auf der Normandy, sonst hätte dieser schon längst die Schiffssysteme lahmgelegt und sie wäre wieder ein Wing-Schiff. Es ist mehr ein… Spion. Mit dem Rest haben Sie allerdings recht. Sie bekommen, genau wie ich, Berichte über das momentane Psychoprofil von Shepard. Ich habe in Ihren Namen bereits zwei dieser Berichte an Hackett weitergeleitet. Natürlich steht dort nur das wichtigste drinnen. Wie er zu Cerberus und der Allianz steht, ob sein Verhalten Vorbildlich oder Abtrünnig ist und so weiter und so fort. Es scheint so, als wolle Hackett ihm einen wichtigen Auftrag geben.“
„Hm… Das heißt dann wohl, das ich nicht mehr im Fokus bin. Woher wusste er eigentlich, dass ich nun Phoenixclaw heiße? Und wie konnten Sie das Gespräch verfolgen? Sind hier Wanzen angebracht? Außerdem, wer ist dieser Spion auf der Normandy, der das Schiff nicht lahmlegen darf?“, brach es aus Phoenixclaw raus.
„So viele Fragen…“ Techtorn lächelte. „Sie haben unrecht. Hackett hat immer noch Vertrauen in Sie, doch wird es sich nun wandeln. Vielleicht versucht er über Sie an Informationen über die Reaper zu kommen. Oder vielleicht sogar an die Föderation? Über beides können Sie frei reden. Sie dürfen sogar über Wing reden. Was das Gespräch angeht… Die Blackbird ist nicht verwanzt. EVI hat mir die Ankunft der SSV Chicago mitgeteilt, worauf ich mich zugeschaltet habe. Diese Hologramme gehen in beide Richtungen, auch wenn man sie auf der einen Seite nicht sehen kann. Oh, und Ihr Name… Vielleicht hab ich mehr erwähnt als nur, dass Sie am Leben sind und nun die Galaxie von diversen „Wesen“ bereinigen wollen.“, erklärte Techtron amüsiert und stand auf.
„Verstehe. Und der Spion?“
„Er hat die Macht alles mit der Normandy zu tun, nur macht er es nicht.“
„Der Pilot?“, folgerte Phoenixclaw.
„Ganz so leicht ist es leider nicht. Wir haben zwar versucht Jeff Moreau zu kontaktieren, doch leider nahm er das Angebot von Cerberus viel zu schnell an. Nein, wir haben uns einen anderen gesucht. So auffällig, dass es schon wieder unauffällig ist. Ich sage Ihnen das nicht, nur für den Fall der Fälle.“, erklärte Techtron.
„Gibt es noch etwas, was ich wissen sollte?“, fragte sie.
Nun wurde Techtron wieder ernst:
„Leider ja. Unsere Sensoren haben ein Kollektorenschiff unweit der Kolonie ‚Ferris Fields‘ geortet. Ich befürchte, dass das das nächste Angriffsziel ist. Dr. Mirage ist hoffentlich mit Ihrer Technik gegen die Seeker fertig.“
„Sie kann gut unter Druck arbeiten. Ich werde mir diese Sache anschauen und vielleicht sogar die ein oder anderen Kolonisten retten. Danke für den Tipp, Techtron.“
„Ich werde Sie weiter auf dem Laufenden halten, vielleicht haben wir das nächste Mal sogar noch mehr Vorwarnzeit. Viel Glück.“, sprach Techtron.
Sie salutierte und das Hologramm verschwand.

Ferris Fields… Hoffentlich kommen sie rechtzeitig.


Ende von Abschnitt III

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