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Alltägliche technologische Gegenstände, die einen modernen Lebensstil ermöglichen.

Primäre Kodex-Einträge Bearbeiten

Biotische Fähigkeiten Bearbeiten

Codex ME - Biotics

Biotik bezeichnet die seltene Fähigkeit von Lebewesen, über einen elektrischen Gehirnimpuls dunkle Energie zu manipulieren und Masseneffektfelder zu erzeugen. Lebewesen mit biotischen Fähigkeiten benötigen intensives Training und chirurgisch implantierte Verstärker, um praktisch nutzbare Masseneffektfelder zu erzeugen. Die jeweilige Stärke der biotischen Fähigkeiten variiert zwischen den Völkern und den jeweiligen Trägern.

Es gibt drei verschiedene Arten biotischer Kräfte: Bei der TELEKINESE können Objekte mit Hilfe massenverringernder Kräfte angehoben und bewegt werden. Mit Hilfe massenvergrößernder KINETISCHER FELDER können Objekte wiederum fixiert und als Blockade eingesetzt werden. Und schließlich können Massenfelder mit VERZERRUNGSKRÄFTEN Objekte auseinanderreißen.

Die meisten organischen Lebewesen sind in der Lage, biotische Fähigkeiten zu entwickeln. Allerdings sind dabei auch Risiken involviert. Biotische Fähigkeiten werden geweckt, indem man Babys noch in der Gebärmutter Element-Zero aussetzt. Zumeist hat dies eine tödliche Krebserkrankung zur Folge. Aber in seltenen Fällen bilden sich im Nervensystem des Fötus‘ auch neue Synapsen.

Computer: Künstliche Intelligenz (KI) Bearbeiten

Codex ME - AI

Eine künstliche Intelligenz ist ein bewusstseinsfähiges Computersystem, das neue Dinge lernen und selbstständige Entscheidungen treffen kann. Für die Erschaffung einer bewusstseinsfähigen KI werden ein adaptiver Code, ein aufwändiges und gesteuertes Lernsystem und ein spezieller Quantencomputer, eine sogenannte „Blue Box“, benötigt.

Eine KI kann nicht über Kommunikationskanäle oder Computernetzwerke übermittelt werden. Ohne die Blue Box stellt eine KI nur eine Ansammlung von Dateien dar. Durch das Laden dieser Dateien entsteht eine neue Persönlichkeit, wobei die verschiedenen Möglichkeiten bei der Verarbeitung mit der neuen Quantenhardware für unvorhersehbare Resultate sorgen können.

Die Geschichte der Geth dient als warnendes Beispiel für die Gefahren durch eine unkontrollierte KI. Solche KI-Formen gelten im Citadel-Sektor als illegal. Allerdings vertreten bestimmte Interessengruppen die Meinung, dass eine KI ein Lebewesen mit den gleichen Rechten wie organische Lebewesen sei. Diese Gruppen behaupten, dass die fortgesetzte Nutzung des Begriffs „künstlich“ eine rassistische Herabsetzung von Seiten der organischen Lebensformen darstelle; sie selbst bevorzugen den Begriff „synthetisch“.

Computer: Virtuelle Intelligenz (VI) Bearbeiten

Codex ME - VI

Eine virtuelle Intelligenz ist die fortschrittlichste Form einer Benutzeroberflächen-Software. Die VI-Technik nutzt eine Vielfalt von Funktionen, um natürliche Gespräche zu simulieren. Dazu zählen auch Audioausgabe und eine interaktive Avatar-Persönlichkeit. Eine VI kann zwar auf überzeugende Weise ihr Wissen vermitteln, verfügt aber über kein Bewusstsein, ist nicht lernfähig und kann keine eigenen Entscheidungen treffen.

VIs werden als Betriebssystem für Computer für kommerzielle Zwecke oder Heimanwendungen eingesetzt. Es kommen auch sogenannte minimale VI-„Agenten“ zum Einsatz. Diese Agenten sind kompakte und spezielle Anwendungen. Sie dienen als persönliche Assistenten, verwalten Anrufe und koordinieren Termine nach den Vorgaben des Anwenders. Andere Anwendungen funktionieren wie Suchmaschinen, die selbstständig im Extranet nach den angeforderten Daten suchen.

Kommerzielle VIs mit verschiedensten Anwendungsprofilen sind bei jedem Software-Händler erhältlich. Fortschrittliche Firmen und engagierte Einzelpersonen entwickeln dagegen individuelle VIs. Auch wenn die Nachahmung lebender Personen verboten ist, werden häufig berühmte historische Persönlichkeiten als Vorlage eingesetzt.

Die Genophage Bearbeiten

Codex The Genophage

Die Genophage war eine Biowaffe, mit der die Kroganischen Rebellionen beendet werden sollten. Die Turianer konnten die Kroganer zwar zunächst aufhalten, aber allein wegen ihrer massiven Überzahl waren sie auf konventionellem Weg nicht zu besiegen. Deshalb arbeiteten die Turianer zusammen mit den Salarianern an einer Methode, die schnelle Fortpflanzung der Kroganer auf genetischem Weg zu unterbinden.

Das Genophage-Virus replizierte sich, indem es genetische Schlüsselsequenzen angriff und sämtliche Körperzellen veränderte – andernfalls hätten die Kroganer es mit einer einfachen Gen-Therapie heilen können. Konnte der Genophage-Erreger sich nicht mehr replizieren, starb er ab, wodurch ungewünschte Mutation und Kontamination vermieden wurden. Außerdem wurde die Genveränderung vererbt. Sie hatte zur Folge, dass nur eine von tausend kroganischen Schwangerschaften mit einer erfolgreichen Geburt endete. Genau genommen wurde also nicht die Fruchtbarkeit, sondern die Entwicklung der Embryonen unterbunden. Um die wenigen fortpflanzungsfähigen Frauen fochten die Warlords der Kroganer erbitterte Kriege aus.

In vielen Kreisen wird der Einsatz der Genophage bis heute kontrovers und hitzig diskutiert.

Die Heilung der Genophage Bearbeiten

Codex The Genophage Cure

Es müsste möglich sein, die Genophage zu heilen, indem man aus den genetischen Daten einer nicht betroffenen Kroganerin den Grund ihrer Immunität extrahiert. Ein salarianischer Genetiker namens Maelon, ein früherer Schüler von Dr. Mordin Solus, hat das Heilmittel durch ethisch verwerfliche Experimente an lebenden Subjekten entdeckt.

Die Komplexität und Beständigkeit der Genophage beruht auf biochemischen Gegenmaßnahmen, die von den Salarianern in die Seuche mit eingebaut wurden, um die Sterilisierung unheilbar zu machen. Niemand weiß genau, wie Maelon diese Gegenmaßnahmen umgangen hat, aber seine Arbeit war vollständig genug, um seine Resultate zu reproduzieren.

In seiner ursprünglichen Form stellte das Heilmittel zwar die Fruchtbarkeit wieder her, schwächte aber das Immunsystem so sehr, dass alle Testsubjekte von Maelon einen langsamen, schmerzhaften Tod starben – bis auf eines. Würde es gelingen, die positiven Eigenschaften des Heilmittels zu isolieren, könnte ein speziell hergestelltes Virus die betroffenen Gene bei anderen Kroganerinnen reparieren.

Element Zero (E-Zero) Bearbeiten

Codex-Ez

Wenn eine elektrische Spannung an das hochwertige Element Zero („E-Zero“) angelegt wird, strahlt es ein „dunkles Energiefeld“ aus, mit der die Masse der Objekte im Wirkungsfeld vergrößert oder verringert werden kann. Dieser „Masseneffekt“ findet zahlreiche Anwendungen – von der Erzeugung künstlicher Schwerkraft bis zur Herstellung extrem belastbarer Baumaterialien. Die wichtigste Nutzung aber findet das Element bei Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit.

E-Zero entsteht, wenn feste Materie (zum Beispiel ein Planet) dem Kraftfeld einer Supernova ausgesetzt wird. Aus diesem Grund findet man Element Zero häufig in den Trümmernebeln von Neutronensternen und Pulsaren. Aber der Abbau in diesen Gebieten ist riskant und bedingt den aufwändigen Einsatz von Robotern, Telepräsenz-Technologien und Schutzschilden gegen die enorme und tödliche Strahlung der toten Sterne. Aus diesem Grund können nur sehr wenige Unternehmen die nötigen Investitionskosten für den Abbau der Primärquellen aufbringen.

Die Menschen haben raffiniertes Element Zero in der protheanischen Station auf dem Mars entdeckt und konnten dadurch Masseneffektfelder und ÜLG-Antriebe entwickeln.

Masseneffektfelder Bearbeiten

Codex ME - ME Fields

Wenn eine elektrische Spannung an Element Zero angelegt wird, kann die Masse eines Raumzeit-Volumens vergrößert oder verringert werden. Durch eine positive Spannung wird eine Masse vergrößert. Durch eine negative Spannung wird eine Masse verringert. Je größer die Spannung, desto stärker werden das dunkle Energiefeld und der Masseneffekt.

In der Raumfahrt können mit Niedrigmassenfeldern ÜLG-Reisen und kostengünstige Orbitaltransporte realisiert werden. Hochmassenenergiefelder erzeugen dagegen künstliche Schwerkraft, mit denen zum Beispiel Trümmerfelder im Flugkorridor eines Transporters geräumt werden können. In der Materialfertigung ermöglichen Niedrigmassenfelder die Herstellung hochwertiger Legierungen und Hochmassenfelder die Herstellung hoch kompakter und maximal belastbarer Baumaterialien.

Insbesondere das Militär macht sich diese neuen Antriebstechnologien zu Nutze. Bei den meisten Armeen zählen Masseneffektkampffahrzeuge mittlerweile zur Standardausrüstung. Masseneffektfelder spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung kinetischer Barrieren oder Schilde gegen feindlichen Beschuss.

Massenportale Bearbeiten

Mass Effect und Mass Effect 2 Bearbeiten

Codex ME - Mass Relays

Massenportale sind von den Protheanern entwickelte Technologien, die allen anderen bis jetzt entwickelten Technologien überlegen sind. Diese riesigen Strukturen sind über die ganze Galaxie verstreut und können „massenfreie“ Korridore erzeugen und damit zeitverlustfreie Reisen zwischen Zielorten ermöglichen, für die Raumschiffe nur mit dem konventionellen ÜLG-Antrieb Jahre bräuchten.

Über Primärportale können Raumschiffe über Tausende von Lichtjahren versetzt werden – auch von einem zum anderen Spiralarm einer Galaxie. Sie stellen feststehende 1-zu-1-Verbindungen dar. Primärportale sind ausschließlich mit jeweils einem anderen Primärportal verbunden. Über Sekundärportale können Raumschiffe „nur“ über Hunderte Lichtjahre versetzt werden. Allerdings können die Raumschiffe über die Sekundärportale in verschiedene Richtungen navigieren und alle Ziele in Reichweite anfliegen.

Es existiert noch eine große Zahl Primärportale, deren Korrespondenzstationen noch nicht erforscht wurden. Sie werden erst dann aktiviert, wenn das Zielgebiet bekannt ist. Die fortschrittlicheren Zivilisationen sehen davon ab, Weltraumtore zu öffnen, so lange das Risiko besteht, dass sich dahinter mächtige Feinde verbergen könnten.

Mass Effect 3 Bearbeiten

Codex Mass Relays

Massenportale galten früher als Werk der Protheaner, wurden aber in Wahrheit von den Reapern erbaut, mit einer Technologie, die das Niveau aller anderen lebenden Spezies weit überragte. Die gewaltigen Bauten sind über die Galaxie verteilt und erschaffen Korridore mit nahezu massefreiem Raum. Dadurch sind in Nullzeit Reisen zwischen Orten möglich, die mit konventionellen ÜLG-Triebwerken Jahre oder sogar Jahrhunderte dauern würden.

Primäre Massenportale können Schiffe Tausende von Lichtjahren weit transportieren. Allerdings ist das Ziel auf ein einziges anderes Portal irgendwo in der Galaxie beschränkt. Im Unterschied dazu können sekundäre Portale nur wenige Hunderte Lichtjahre überwinden, dafür aber sämtliche Portale innerhalb ihrer Reichweite ansteuern.

Medigel Bearbeiten

Codex Medi-Gel

Das Medigel ist eine medizinische Heilsalbe, die von Ärzten, Rettungssanitätern und dem Militär eingesetzt wird. Sie ist vielseitig anwendbar: als Lokalanästhetikum, Desinfektionsmittel und Blutgerinnungsmittel oder alles in einem. Nach dem Auftragen haftet das Gel so lange fest auf der betroffenen Stelle, bis es durch Ultraschall gelöst wird. Das Gel ist widerstandsfähig gegen Flüssigkeiten vor allem Blut, sowie Erreger und Gase.

Das Gel ist ein genetisch verändertes Plasma, das von der Sirta Foundation, einem medizintechnischen Megaunternehmen, entwickelt wurde. Technisch gesehen verstößt das Medigel gegen die Gesetze der Gentechnologie. Aber der Erfolg des Medikaments hat ein Verbot bis jetzt verhindert.

Universalwerkzeug Bearbeiten

Codex ME - Omni-tool

Universalwerkzeuge sind Handgeräte, die eine Kombination aus einem Mikrocomputer, einem Analysesensor und einem Allzweckwerkzeug darstellen. Mit den hoch praktischen und verlässlichen Universalwerkzeugen kann die Funktionalität der meisten Standardausrüstungen, unter anderem auch Waffen und Panzerungen, aus der Distanz analysiert und beeinflusst werden.

Mit dem Fabrikationsmodul lassen sich zum Beispiel dreidimensionale Objekte aus gewöhnlichen Plastik-, Keramik- oder Leichtmetallresten anfertigen. So lassen sich mitten im Kampfgeschehen Reparaturen und Modifikationen fast aller Standard-Gegenstände vornehmen und aufgesammelte Ausrüstung neu verwenden.

Universalwerkzeuge zählen bei Soldaten und Kolonie-Pionieren zur Standardausrüstung.

Der Tigel Bearbeiten

Codex The Crucible

In den Mars-Archiven wird eine Superwaffe beschrieben, die die Allianz Tiegel genannt hat und die die Technologie der Masseneffekt-Portale einsetzt. Außer den Grundprinzipien wissen die Wissenschaftler jedoch nur wenig darüber, wie die Waffe tatsächlich funktioniert.

Eine beliebte Theorie besagt Folgendes: Da Portale Masse und Energie durch die Galaxie transportieren können, wobei die Entfernung kaum eine Rolle spielt, müsste es auch möglich sein, eine Waffe zu entwickeln, die keine Reichweite im eigentlichen Sinn hat. Es hat sich jedoch als schwierig erwiesen, die komplexe Wissenschaft nachzubilden, mit der die Portale errichtet wurden. Könnte man den Tiegel tatsächlich fertigstellen, wäre das nächste Problem, die Waffe so einzustellen, dass sie einen Reaper über die halbe Galaxie tötet, ohne dabei unvorstellbare Kollateralschäden anzurichten.

Klar ist nur, dass der Bau des Tiegels ein gewaltiges Vorhaben ist, für das Ressourcen aus dem gesamten erforschten Weltraum benötigt werden. Über die enormen Kosten wird gar nicht erst nachgedacht – es geht darum, gemeinsam irgendeinen Weg zu finden, um die Reaper aufzuhalten.

Sekundäre Kodex-Einträge Bearbeiten

Der Mantel Bearbeiten

Codex The Shroud

Was die Kroganer den Mantel nennen, ist ein technologisches Relikt der salaranischen Unterstützung. Nachdem der Nuklearkrieg auf Tuchanka Tonnen von Rauch und Staub in die Atmosphäre befördert hatte, kühlte der Planet infolge der globalen Verdunkelung vorübergehend ab – nur nicht an den Polen, wo die Albedo durch Asche und Wärme bindende Wolken gesenkt wurde. Enorme Bereiche von Permafrost schmolzen, und es wurde Methan frei, das der Planet in früheren Jahrtausenden eingeschlossen hatte. Dieses Treibhausgas führte zu einem unkontrollierten Hitzezyklus, der als "nuklearer Sommer" bezeichnet wurde.

Ohne Eingreifen wäre es auf Tuchanka langsam, aber sicher zu einem Massensterben gekommen. Die salarianische Lösung des Problems bestand in der Installation des Mantels, eines permanenten Sonnenschilds aus Billionen von winzigen feuerfesten Linsen am Lagrange-Punkt L1, jenem Punkt im All, an dem der stabile Orbit der Linsen den Planeten schützen konnte.

Freigesetzt wurden sie mit einer Methode, die heute als die Mantel-Türme bekannt ist. Diese Türme waren im Prinzip gewaltige Gaußkanonen, die eine Ladung von Linsen in den Weltraum schossen, zusammen mit der notwendigen Ausrüstung, um die Flugbahnen der Ladung zu überwachen. Viele kroganische Warlords begrüßten den Plan enthusiastisch, zum Teil, weil sie an die Rettung ihrer Heimatwelt glaubten, aber hauptsächlich, weil sie für die Zukunft eine militärische Nutzung der Mantel-Türme witterten. Der Mantel wurde in den Folgejahrzehnten gebaut und plangemäß fertiggestellt, zu einem Zeitpunkt, als die Warlords bereits vollauf mit den Rachni beschäftigt waren.

Die Kroganischen Rebellionen gingen nicht gerade sorgsam mit den Mantel-Türmen um. Bis auf einen wurden alle bei dem Vorstoß zur Entmilitarisierung der Kroganer zerstört, und der verbliebene Turm wurde zum Wolkensäen und zur Wetterüberwachung umfunktioniert. Er steht heute in der Landschaft und ist ein Anachronismus, ein Symbol für eine Zeit, als Kroganer und Salarianer sich selbst halfen, indem sie sich gegenseitig unterstützten.

Artefakte Bearbeiten

Der Citadel-Rat hat zur sofortigen Spende von protheanischen Artefakten zur Unterstützung der Kriegsbemühungen aufgerufen. Gesucht werden hauptsächlich Objekte von Reapern und Aufnahmen ihrer Angriffe.

Die ExoGeni Corporation hat hierbei ein Beispiel gesetzt, indem sie neu entdeckte Paläotechnologie gespendet und die Datenarchive von Forschungskolonien, die von den Reapern vernichtet wurden, freigegeben haben. Mehrere private Sammler haben ebenfalls ihre vollständigen Sammlungen abgegeben.

Aber trotz des Angebots einer Amnestie für jeden, der solche Artefakte bislang versteckt hat, ist es nicht zu der breiten Reaktion gekommen, die der Rat sich erhofft hatte. Einige Artefakte wurden auf obskuren Schwarzmärkten auf sicheren Welten gefunden, wahrscheinlich verkauft von neu angekommenen Flüchtlingen, die Geld zum Überleben brauchten.

Berichten zufolge verkaufen Schmuggler weiterhin gestohlene Artefakte, und bewaffnete Überfälle auf archäologische Ausgrabungsstätten haben sogar legale Operationen extrem gefährlich gemacht. Seit bekannt wurde, dass Söldnergruppen gegen die Archäologen vorgegangen sind, von denen sie angeheuert wurden, bietet Schutz-Abwehr-Fürsorge-Elanus Sicherheitstrupps für Ausgrabungsstätten zu deutlich reduzierten Preisen an

Biotik: Biotik-Verstärker Bearbeiten

Biotiker manipulieren Masseneffektfelder mit Dutzenden von Element-Zero-Knoten in ihrem Nervensystem, die auf elektrische Impulse des Gehirns reagieren. Über Verstärker können die Biotiker die Knoten synchronisieren und so Felder entstehen lassen, die stark und weitreichend genug für einen praktischen Einsatz sind. Verstärker verbessern eine spezielle Fertigkeit oder ein Talent.

Ein Implantat ist ein chirurgisch eingepflanzter Interface-Port, in den die Verstärker eingesteckt werden. Bei Menschen wird dieser Port aus praktischen Gründen meist am Hinterkopf eingesetzt. Allerdings müssen die Träger darauf achten, dass er nicht verschmutzt. Implantat-Ports können eine Vielzahl von Verstärkern aufnehmen, und der Markt für Modifikationen und Zusatzmodule wächst. Die qualitativ hochwertigsten Implantate und Verstärker werden von den Asari gebaut, aber auch die L3-Implantate der Allianz, die zum ersten Mal im Jahr 2170 eingepflanzt wurden, sind ein deutlicher Schritt nach vorne.

Biotik: Das Leben als Biotiker Bearbeiten

Biotiker besitzen außergewöhnliche Kräfte, müssen aber auch mit Unannehmlichkeiten leben. Dazu zählt maßgeblich eine angemessene Ernährung. Die Energie zur Erzeugung biotischer Masseneffekte wird aus dem Stoffwechsel gewonnen. Biotiker sind daher für ihren ausgeprägten Appetit bekannt. Während normale Allianzsoldaten eine tägliche Nahrungsration mit 3000 Kalorien beziehen, erhalten Biotiker 4500 Kalorien und zusätzlich einen hochwertigen Energy-Drink, um sich nach harten Einsätzen schneller zu erholen.

Ein weiteres Problem ist die statische Aufladung. Genau wie die Antriebskerne eines Raumschiffes bauen Biotiker eine statische Ladung auf, die entladen werden muss – meist durch das Berühren von Metall.

Leider haben biotische Menschen auch mit den Unterstellungen und der Missgunst ihrer Umwelt zu kämpfen, wie zum Beispiel dem weit verbreiteten Irrtum, Biotiker könnten Gedanken lesen und manipulieren. Für Menschen, die aus philosophischen oder religiösen Gründen Gen-Modifikationen und Kybernetik ablehnen, repräsentieren Biotiker die Entmenschlichung der eigenen Spezies. Beim Militär dagegen sind Biotiker immer gern gesehen und werden mit Privilegien geködert, damit sie sich verpflichten.

Biotik: Ausbildung Bearbeiten

Die biotischen Implantate und Verstärker allein bieten dem Biotiker nur die Möglichkeit, kohärente Masseneffektfelder zu erzeugen. Ob und wie gut sie diese zustande bringen, ist von ihrer Ausbildung abhängig.

Biotiker müssen lernen, ihr Nervensystem bewusst zu kontrollieren und gezielte elektrische Impulse an die Element-Zero-Knoten in ihrem Nervensystem zu senden. Bei ihrer Ausbildung lernen die Biotiker, ihr Implantate und Verstärker mit Hilfe von „Bio-Feedback Geräten und Mnemotechniken“ einzusetzen. Die einzelnen Fähigkeiten werden durch Gesten oder Muskelkontraktion ausgelöste Impulse an das entsprechende Nervenbahnsegment aktiviert. Das erste Unternehmen, das ein solches Biotiker-Ausbildungsprogramm entwickelte, war Conatix Industries mit dem „Biotic Acclimation and Temperance Training Progam“. Das BAaT-Programm lieferte zwar nicht die gewünschten Resultate, aber Teile dieser Techniken werden auch heute noch verwendet.

Zur Zeit beschäftigen sich viele menschliche Institutionen damit, neue biotische „Superfähigkeiten“ zu entwickeln. Dies dient vor allem dem Ziel, den Truppen zu mehr Flexibilität zu verhelfen. Allerdings gibt es auch von der Öffentlichkeit verborgen agierende Gruppen, die auf skrupellose Weise versuchen, eine Art „Übermensch“ zu erschaffen.

Comp.: Haptisch-adaptives Interface Bearbeiten

Die Entwicklung der Computertechnik hat traditionelle Eingabegeräte wie Tastaturen überflüssig gemacht. Die Eingabe erfolgt heute über Hologramme, die in Höhe und Winkel ergonomisch korrekt angepasst vor den Anwender projiziert werden. Maschinen mit diesem Interface erkennen den Anwender an einem Mikrochip in seinem Handschuh, der den Zugang zu dem Computer freischaltet. Ist ein Anwender akzeptiert, sorgen Bewegungsmelder im Handschuh dafür, dass die Position seiner Hand auf dem Hologramm mit einer kleineren "gespiegelten" Steuerung im Computer übereinstimmt. Drückt der Anwender nun auf das holografische Feld, erhält er vom Handschuh einen minimalen Gegendruck. Auf diese Weise kann er einen Touchscreen bedienen, der eigentlich gar nicht da ist. Mit einem einfachen Schalter auf der Rückseite des Handschuhs kann man diese Funktionalität bei Nichtgebrauch deaktivieren.

Das haptische Interface ist inzwischen so verbreitet, dass manche sich durch eine kybernetische Operation die Bewegungsmelder in die Fingerkuppen implantieren lassen. Bedienung "mit bloßen Händen" zeigt an, dass es sich um einen intensiven Computernutzer handelt, der nicht länger Handschuhe anziehen oder sie mit Alkohol reinigen muss, um den Schweißgeruch loszuwerden.

Computer: Künstliche Intelligenz (KI) Bearbeiten

Eine künstliche Intelligenz ist ein Computersystem mit eigenem Bewusstsein, das eigenständig lernen und Entscheidungen treffen kann. Für die Erschaffung einer bewusstseinsfähigen KI werden ein adaptiver Code, ein aufwändiges und gesteuertes Lernsystem und ein spezieller Quantencomputer, eine sogenannte "Blue Box", benötigt. "

Eine KI kann nicht über Kommunikationskanäle oder Computernetzwerke übermittelt werden. Ohne Blue Box ist eine KI nur eine Ansammlung von Dateien. Durch das Laden dieser Dateien in eine neue Blue Box entsteht eine neue Persönlichkeit, weil in der Quantenhardware und bei Runtime-Operationen unvorhersehbare Varianten auftauchen können.

Die Geschichte der Geth dient als warnendes Beispiel für die Gefahren einer unkontrollierten KI. Derartige KIs sind im Citadel-Sektor illegal. Allerdings vertreten bestimmte Interessengruppen die Meinung, dass eine KI ein Lebewesen mit den gleichen Rechten wie organische Lebewesen sei. Sie behaupten, die fortgesetzte Nutzung des Begriffs "künstlich" stelle eine rassistische Herabsetzung von Seiten der organischen Lebensformen dar; sie selbst hielten den Begriff "synthetisch" für politisch korrekt.

Computer: Virtuelle Intelligenz (VI) Bearbeiten

Eine virtuelle Intelligenz ist eine weiterentwickelte Form von Interface-Software. VIs nutzen eine Vielzahl von Funktionen, um Gespräche zu simulieren, darunter Audioausgabe und einen interaktiven Avatar. Eine VI kann zwar auf überzeugende Weise den Eindruck von Bewusstsein vermitteln, hat aber keins. Sie ist nicht lernfähig und kann nicht selbstständig handeln.

VIs werden als Betriebssysteme für kommerzielle genutzte und private Computer eingesetzt. Daneben gibt es auch minimale VI-"Agenten". Dabei handelt es sich um kompakte und spezialisierte Anwendungen. Manche dienen als persönliche Assistenten, die nach den Vorgaben des Anwenders Anrufe verwalten und Termine koordinieren. Andere sind bessere Suchmaschinen, die im Extranet selbstständig nach angeforderten Daten suchen.

Kommerzielle VIs mit verschiedensten Anwendungsprofilen sind bei jedem Software-Händler erhältlich. Fortschrittliche Firmen und engagierte Einzelpersonen entwickeln individuell angepasste VIs selbst. Die Software-Emulation lebender Personen ist zwar verboten, aber Nachbildungen berühmter historischer Persönlichkeiten begegnet man häufig.

Computer: Synthetische Wesen Bearbeiten

"Synthetisches Wesen" ist die politisch korrekte Bezeichnung für einen Computer mit künstlicher Intelligenz. Eine künstliche Intelligenz (KI) kann neue Dinge lernen und selbstständig Entscheidungen treffen – Fähigkeiten, über die Betriebssysteme für Computer mit ihrer einfachen virtuellen Intelligenz (VI) nicht verfügen.

Eine KI benötigt sowohl Hardware mit Quantenverarbeitung (Gehirn) als auch anpassungsfähige Software (Bewusstsein). Wird eine KI zum ersten Mal online gebracht, ist ihre Verarbeitungsgeschwindigkeit minimal, es gibt nur eine Handvoll Inputquellen, und die intellektuelle Kapazität entspricht einem neugeborenen Menschen. KIs erfahren das Leben mit der Geschwindigkeit ihrer Hardware und können Informationen aus Millionen von Quellen gleichzeitig aufnehmen. Werden sie bei Maximalkapazität "eingeschaltet", kommen sie mit der Informationsmenge nur schwer zurecht. Im besten Fall wird so eine KI schwer autistisch, im schlimmsten Fall wird sie wahnsinnig.

Jemand muss der KI beibringen, vernünftig zu sein und die eintreffenden Informationen zu filtern. Dann steigt auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit der KI. Nach etwa einem Jahr beobachtet, überlegt und reagiert ein KI Hunderte Male schneller als ihre organischen Schöpfer. "Erwachsene" KIs sind oft frustriert, weil die organischen Wesen, mit denen sie interagieren müssen, im Vergleich so "langsam" sind.

Die galaktische Kultur an sich misstraut synthetischem Leben. Eine KI ist zwar physikalisch ortsgebunden, kann aber die Kontrolle über vernetzte Computersysteme übernehmen. KI-Laboratorien sind physikalisch vom galaktischen Extranet isoliert und befinden sich an abgelegenen und unbewohnten Orten.

Manche Zukunftsforscher halten den Aufstieg synthetischer Wesen für unausweichlich. Die Theorie der technologischen Singularität besagt, dass mit steigendem Tempo der technologischen Entwicklung irgendwann ein Punkt kommt, an dem sich KIs selbst schneller modifizieren können als organische Wesen. Das führt dazu, dass synthetische Wesen sich so schnell weiterentwickeln, dass organische Wesen die Fähigkeit verlieren, diesen Prozess zu verstehen.

Nicht alle halten so eine Entwicklung für etwas Negatives. Die Anhänger sogenannter "Transzendenz-Kulte" zum Beispiel glauben, dass eines Tages das organische Bewusstsein als Software gespeichert werden kann – synthetische Unsterblichkeit.

Credits ("Creds") Bearbeiten

Mit der Einführung des Einheitlichen Citadel-Bankenwesens wurde auch der "Credit" als Standardwährung "Credit" eingesetzt. Sein Wechselkurs wird von einer Zentralbank in Echtzeit und in Abhängigkeit von anderen zulässigen Währungen festgelegt. Einige regionale Währungen sind mehr wert als ein Credit, andere weniger.

Weil Bargeld gestohlen oder gefälscht werden kann, sind elektronische Geldüberweisungen die Norm. Außerdem kann die physische Weitergabe von Scheinen oder Münzen nicht nachvollzogen und damit für Steuerhinterziehung oder den Erwerb illegaler Güter missbraucht werden.

Nachdem sich die Allianz der Citadel angeschlossen hatte, wurden ihre verschiedenen nationalen Finanzministerien in das Credit-Netzwerk eingebunden. Auch wer als Mensch sein Konto in mexikanischen Pesos, japanischen Yen oder indischen Rupien führt, kann jedes Produkt zu einem fairen Umrechnungspreis in Credits kaufen. Sämtliche ans Credit-Netzwerk angeschlossenen Ökonomien haben sich verpflichtet, alle Preise in ihrer heimischen Währung und in Credits auszuweisen.

Drohnen Bearbeiten

Drohnen sind kleine Roboter zur Unterstützung und Versorgung organischer Soldaten auf dem Schlachtfeld. Sie verfügen nicht über künstliche Intelligenz, sondern haben ein festes und nur minimal adaptives Programm. Meistens sind sie zur besseren Beweglichkeit mit einer Masseneffekt-Schwebetechnologie ausgestattet.

Alle modernen Armeen verfügen über ganze Flotten von Drohnen für vielfältige Aufträge (Garnisonsdienst, Patrouillen etc.). Drohnen nehmen den Soldaten unkritische Aufgaben ab und sorgen in leichten Gefechten für geringere Verluste. Weniger fortschrittliche oder skrupellosere Spezies, die Verluste eher in Kauf nehmen, setzen entsprechend weniger Drohnen ein. Im direkten Einsatz an der Front sind Drohnen nicht sonderlich effizient, da sie nicht ausreichend bewaffnet und gepanzert sind.

Neben den Kampfdrohnen gibt es Versorgungsdrohnen für die Unterstützung der kämpfenden Einheiten. Aufklärungsdrohnen dagegen sind kleine, getarnte Vehikel, die gegnerische Kampfeinheiten beobachten und Kommandanten bei Feindkontakt warnen können. Drohnen für die elektronische Kriegsführung werden von den Feldtechnikern als mobile Störgeräte und ELINT-Spähgeräte (ELectronic INTelligence: Elektronische Aufklärung) eingesetzt. Sowohl Militär- als auch Zivilpolizei benutzen eine Drohne, die "Dazzler" genannt wird und Eindringlinge mit starken Lichtblitzen blendet und verwirrt, ohne sie zu verletzen.

Drohnenformationen werden offiziell "Geschwader" genannt (z. B. "4. Kampfdrohnen-Geschwader zur linken Flanke!"). Einfache Soldaten nennen die eigene Formation häufig "Schar" und eine feindliche Formation "Schwarm".

Kommunikation Bearbeiten

Council Holograph

Kommunikation in Echtzeit wird durch ein Netzwerk von Massenportal-Kommunikationsbaken ermöglicht, die eine Übertragung per Laser durchschleifen.

Diese Komm-Baken werden, ausgehend von jedem Massenportal, in bestimmten Abständen errichtet. Aber sie sind mehr als nur primitive Miniatur-Massenportale. Jede Bake ist mit einer Partnerkomponente in einer anderen Bake innerhalb des Netzwerks verbunden. Dadurch entsteht zwischen ihnen ein Korridor mit reduzierter Masse. Durch diese "Leitungen" können Kommunikationslaser Signale in ÜLG senden und ermöglichen damit praktisch Echtzeitkommunikation über das gesamte Netzwerk. Die Kommunikationslaser nutzen also die Massenportale, um verschiedene galaktische Gebiete miteinander zu verbinden.

Die einzige Verzögerung bei dieser Kommunikation ist die Lichtverzögerung zwischen der Quelle oder dem Ziel und der nächsten Bake. Solange alle Komponenten sich im Bereich einer halben Lichtsekunde (150.000 ;km) von der Bake befinden, ist eine Echtzeitkommunikation möglich. Da in allen besiedelten Gebieten Baken installiert wurden, genießen die Bewohner Kommunikation in Echtzeit. Bei Schiffen wird die Kommunikation nur verzögert, wenn sie sich außerhalb der frequentierten Routen und besiedelten Gebiete tief im Weltraum befinden – zum Beispiel bei unbewohnten Gasgiganten.

Im Kriegsfall gelten die Komm-Baken als Primärziel. Ist das Netzwerk beschädigt, kann es Wochen oder sogar Jahre dauern, eine Nachricht aus einem umkämpften System zu senden. Wenn ein Baken-Netzwerk von Feinden zerstört wurde oder noch gar nicht vorhanden ist, können Daten am schnellsten mit Express-Kurierschiffen oder unbemannten Datendrohnen übermittelt werden.

Kommunikation: Verwaltung Bearbeiten

Trotz der schnellen Übertragungsraten über die Komm-Baken ist die Bandbreite letztlich doch begrenzt. Für den Fall, dass Billionen Anwender gleichzeitig versuchen, ihre Nachrichten über eine einzige Komm-Bake zu versenden, gibt es Zugriffsprioritäten.

Der Citadel-Rat und die Spectres haben oberste Priorität. Sollten sie einmal die gesamte Bandbreite ausschöpfen, müssen alle anderen warten. In der nächsten Prioritätenkategorie sind die Mitglieder und Militärs der einzelnen Regierungen. In Kriegszeiten kann die Kommunikation für die Zivilbevölkerung einer Verzögerung von Stunden oder gar Tagen unterliegen. Um größere Militäransammlungen zu erkennen und zu beobachten, messen Geheimdienste deshalb auch die Ping-Raten im Kommunikationsnetzwerk.

Nach den Regierungen und Militärs werden die Bandbreitenkontingente an den höchsten Bieter versteigert. Medienunternehmen, insbesondere Nachrichtennetzwerke, kaufen sich größere Prioritätenpakete, um ihr Publikum mit den aktuellsten Nachrichten zu versorgen. Auch andere Unternehmen (wie Finanzdienstleister oder Investmentfirmen), die auf zeitgenaue Informationen und ständigen Zugriff angewiesen sind, investieren viel Geld in solche Prioritätenpakete. Die Einnahmen aus dem Verkauf dienen der Instandhaltung und dem Ausbau des Kommunikationsnetzwerkes.

Private Nutzer haben zwar das Recht auf kostenlosen und unbeschränkten Zugriff auf das Extranet, zählen aber zur untersten Prioritätenkategorie und müssen damit zum Teil länger auf den Zugriff warten. Bandbreitenwiederverkäufer kaufen mit Investmentkapital ganze Prioritätenblöcke auf und vermieten dann Kontingente davon an Abonnenten.

Kommunikation: Methodologie Bearbeiten

Die stetig wachsende galaktische Bevölkerung und die Kolonisierung neuer Welten erfordert eine Überarbeitung der Kommunikationstechnologien, von der insbesondere die Bewohner abgelegener Welten ohne entsprechende Infrastruktur profitieren sollen. Für mehr Bandbreite und zeiteffizientere Kommunikation ist heute ein Netzwerk von Datenspeichern und Suchmaschinen mit VI verfügbar.

Alle Eingaben an das Netzwerk werden zunächst an den nächsten Datenspeicher der Kolonie oder des Sternensystems übermittelt. Das VI-Suchprogramm durchforstet dann den riesigen Datenberg dieses Speichers nach den gewünschten Informationen. Sind sie nicht lokal verfügbar, wird die Anfrage zunächst an die Nachbarsysteme und dann an das erweiterte Netzwerk geschickt. Die VI-Suchprogramme in diesen Systemen übernehmen die Anfrage. Wurde die gesuchte Information gefunden, wird sie in einer "Expressdatei" komprimiert und für die Rücksendung vorbereitet. Jede Expressdatei erhält eine Prioritätennummer auf Grundlage der Anfragen nach den enthaltenen Informationen. Je mehr Anfragen, desto höher die Prioritätennummer.

Wenn ein neues Sonnensystem an das Netzwerk angeschlossen wird, werden die am häufigsten angefragten Daten lokal zusammengefasst. Die Speicher-Hardware ist zwar vergleichsweise günstig, aber dennoch ist es nicht praktikabel, jeden Tag die Daten von Milliarden von Bewohnern auf Hunderten von Welten zu archivieren. Es werden keine Daten über Trivialitäten aufbewahrt, nur damit sie jederzeit zur Verfügung stehen.

Wenn im Lauf der Zeit immer mehr Suchanfragen in einer sich entwickelnden Kolonie anfallen, werden die Ergebnisse gefiltert und in lokalen Archiven angelegt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse sehr spezifischer Suchanfragen bereits vorhanden sind und schnell übermittelt werden können.

Kommunikation: Quantenverknüpfungskommunikatoren (QVK) Bearbeiten

Wenn ein Paar quantenverknüpfter Partikel getrennt wird, wirkt sich eine Veränderung an einem Partikel sofort auch auf das andere aus, wo immer es sich im Universum befindet. QVKs nutzen diesen Effekt, um binäre Daten über beliebige Entfernungen zu übertragen.Zum Senden und Empfangen werden zwei Paar quantenverknüpfter Partikel benötigt.

Die QVK-Technologie ist zwar enorm teuer und aufwändig in der Herstellung, hat aber zwei große Vorteile. Erstens: Sie ermöglicht Kommunikation über beliebige Entfernungen ohne Zeitverzögerung, ohne Zugriff auf ein Netzwerk von Kommunikationsbaken, der zudem aufgrund der Kommunikationsmengen auch noch begrenzt ist. Außerdem bremst die Zerstörung von Baken den Geheimdienst eines Gegners aus, weshalb Baken in Kriegszeiten die ersten Ziele sind. Zweitens: Quantenkommunikation kann zwischen Quelle und Ziel nicht abgefangen werden – ein "Abhören" ist nicht möglich.

Leider sind QVKs kein Ersatz für die zivile Kommunikationsinfrastruktur der Galaxie. Zum einen ist ihre Bandbreite extrem begrenzt. Ein einzelnes verknüpftes Partikel kann nur ein einziges Qbit (Quantenbit) auf einmal senden. Zum anderen schließt die Exklusivität des Systems mit nur zwei Teilnehmern jede Art von Networking und Datenveröffentlichung über das galaktische Extranet aus.

Die strategisch sinnvollste militärische Anwendung von QVKs ist die Kommunikation zwischen Befehlszentralen. Jede Kolonie der Allianz könnte ein QVK in ihrem militärischen Hauptquartier und jedes Flaggschiff eines in seinem KIZ haben. Alle Pendant-Quanten könnte man in einer zentralen Anlage auf der Arcturus-Station unterbringen. Wenn dort ein Angriff gemeldet wird, kann Arcturus das an jede Flotte und Kolonie weiterleiten. Allerdings würde bei einer Zerstörung des Kommunikationszentrums Arcturus das gesamte Netzwerk zusammenbrechen.

Planetenscan-Technologie: Argus Bearbeiten

Advanced Mineral Scanner

Argus bietet eine enorme Verbesserung bei der Darstellung von Planetenoberflächen. Die Technologie wurde von der Ayndroid Group entwickelt, einem Forschungslabor, das angeblich Cerberus gehört, und ist ein Upgrade für die Sensoren der Normandy, das auch über große Entfernungen exzellente Auflösung bei topografischen Scans ermöglicht und zudem über eine hohe Rendering-Geschwindigkeit verfügt.

Nach Aufbau eines multistatischen Gitters von 100 Radarmikrosatelliten im Orbit erstellt Argus in kurzer Zeit ein globales digitales Höhenlinienmodell (DHM) mit einer Auflösung von 15 Metern pro Pixel (mpp) – zum Vergleich: die Maximalleistung des vorherigen Scanners der Normandy betrug lediglich 27 mpp. Die enorme Bildqualität liefert präzisere Informationen, und zwar so schnell, dass man in Kampfsituationen darauf auch noch reagieren kann.

Erfolgt der Scan und das Rendering langsamer, erreicht Argus eine Maximalauflösung von unfassbaren 0,001 mpp (ein Millimeter pro Pixel) – ideal für geologische und biologische Studien, archäologische Forschungen und Langzeitüberwachung. Durch das multistatische Gitter aus kaum zu ortenden Mikroemittern ist Argus durch elektronische Gegenmaßnahmen nahezu unverwundbar. Die sphärische Geometrie des Argus-Gitters ermöglicht außerdem Querschnittsdarstellungen von Zielen.

Sicherheitsmechs Bearbeiten

Der Tod von Tausenden von Sicherheitskräften und Soldaten bei der Schlacht um die Citadel war ein Verlust, der die ganze Galaxie schockierte. Ein Großteil des entsprechend qualifizierten Personals wurde danach als Ersatz auf die Citadel versetzt, und die Sicherheitsfirmen füllten die so entstandene Lücke durch unbemannte Sicherheitsroboter in großer Zahl. Sie werden im Allgemeinen als "Mechs" bezeichnet, wobei es leichte und schwere Varianten gibt. Leichte Mechs werden in verschiedenen Größen geliefert und sind meist an ihren Greifhänden zu erkennen, die ihnen ihre vielseitigen Sicherheitsaufgaben erleichtern. Schwere Mechs haben keine Greifhände – es handelt sich dabei um reine Waffenplattformen, die in gefährlichen Gegenden für Ordnung sorgen sollen. Der vierbeinige Hundemech hat ein "Gesicht" mit Suchsensoren und ist bewaffnet, falls sich ein Schmuggler der Festnahme widersetzt.

Ein normaler Sicherheitsmech verfügt über eine sehr begrenzte virtuelle Intelligenz. Seine Aufgabe ist eindeutig und klar umrissen, üblicherweise die Bewachung eines bestimmten Areals unter Anwendung einer Freund/Feind-Erkennung, um Unbefugte fernzuhalten, sowie einigen vorher aufgenommenen Befehlen, um besagte Unbefugte zu warnen und zum Verlassen aufzufordern. Leichte Sicherheitsmechs sind mit Reizgas und Elektroschockern ausgerüstet, um sich durchzusetzen, wohingegen schwere Mechs zum selben Zweck Betäubungsgeräte haben. Greift ein Gegner zur Schusswaffe, kontert der Mech umgehend mit tödlichen Antipersonen-Waffen, um die Bedrohung zu neutralisieren. Eskaliert die Lage sehr schnell, gibt er nicht einmal mehr Warnungen ab.

Das Militär hat für Sicherheitsmechs nur Verachtung übrig. Sie überstehen zwar die meisten Feuergefechte, aber ihre VI ist einfach nicht ausgereift genug, um einen Hinterhalt zu planen, eine Geisel zu retten, eine Wunde zu versorgen oder eine der zahllosen anderen Aufgaben zu erfüllen, die ein Soldat jederzeit bewältigen können muss.

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